Kommt ein Pflegestützpunkt für Burgdorf?

Seniorenrat setzt sich für zentrale Anlaufstelle zum Älterwerden ein

BURGDORF (r/jk). Der Wunsch pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen nach einer kostenlosen, neutralen, kompetenten und weitreichenden Beratung in allen senioren- und pflegerelevanten Fragestellungen wird aufgrund der demografischen Verhältnisse weiter zunehmen und an Bedeutung gewinnen. Damit wird auch das Erfordernis größer, entsprechende Strukturen bereit zu stellen. Als Konsequenz hat der Gesetzgeber in der Novellierung der Sozialgesetzgebung im Sommer 2008 die Einrichtung so genannter Pflegestützpunkte vorgesehen, in denen alle Beratungsleistungen zu pflegerelevanten Fragestellungen gebündelt angeboten werden sollen. Vorgesehen ist, dass pro 50.000 Einwohner in einem Alter über 60 Jahren ein solcher Pflegestützpunkt eingerichtet werden soll.
Im Gebiet der Stadt Hannover leben etwa 300.000 Seniorinnen und Senioren. Auf diese Weise ergibt sich eine Gesamtanzahl von sechs Pflegestützpunkten. Um in der Region Hannover eine wohnortnahe Versorgung mit Angeboten des Pflegestützpunktes sicherzustellen, wurde ein Vorsorgungskonzept ausgearbeitet, das dezentral in jeder Regionskommune zumindest eine Außenstelle eines Pflegestützpunktes anordnet.
In Burgdorf leben derzeit 8480 über 60-jährige Bürgerinnen und Bürger. Demnach stehen für die Schaffung eines zentralen Pflegestützpunktes, für den sich der Burgdorfer Seniorenrat stark macht, 8480 Euro pro Jahr zur Verfügung. In dieser Beratungsstelle sollen neben der eigentlichen Pflegeberatung durch eine Fachkraft weitere (ehrenamtliche) Beratungstätigkeiten von und/oder für Senioren stattfinden.