„Kleinstädtisch, aber nett - Hermann Löns 1893 in Burgdorf“

Auf den Spuren von Hermann Löns in Burgdorf wandeln die Teilnehmer der Erlebnisführung am 3. Juni. (Foto: SMB)

SMB erinnert mit Stadtführung an den Besuch des Heimatdichters

BURGDORF (r/jk). Zur Fortsetzung seiner öffentlichen Stadtführungen lädt Stadtmarketing Burgdorf (SMB) am Sonntag, 3. Juni, ein. Die Führung trägt den Titel „Kleinstädtisch, aber nett - Hermann Löns 1893 in Burgdorf“ und wendet sich an Fahrrad fahrende Teilnehmer.
Die Stadtführer Peter Pfeiffenbring, der sich in den Heimatdichter Hermann Löns verwandelt, und seine Begleiter Erich Rode, Dieter Frank und Dieter Kleinschmidt begrüßen die Teilnehmer um 14.00 Uhr auf dem Vorplatz des Burgdorfer Bahnhofs. Sie radeln mit ihren Begleitern auf der originalen Wegroute, die der bekannte Heimatdichter Hermann Löns im Juni 1893 durch Burgdorf und sein Umland entlang wanderte. In dieser Zeit arbeitete Löns als „Spezialberichterstatter“ für den Hannoverschen Anzeiger. Im Auftrag der Zeitung hatte der Dichter neben mehreren anderen niedersächsischen Städten auch Burgdorf zu bereisen. Die Eindrücke seines ausgedehnten Aufenthaltes fasste er in einer Reportage zusammen, die am 28. und 29. Juni 1893 erschien.
Beim Promenieren durch die Burgdorfer Innenstadt stellte Hermann Löns anerkennend fest, dass Burgdorf „kleinstädtisch, aber nett“ und für eine Ackerbürgerstadt „sehr sauber sei“. Zu den Stationen des Heimatdichters, die die Radler auf der Tour ansteuern und dabei Anekdoten über seine Erlebnisse hören, zählen der Magdalenenfriedhof und das Gasthaus Haase in Ahrbeck. Nächstes Ziel ist die Ortschaft Heeßel mit ihrer ehemaligen Burganlage, durch die sich die Teilnehmer der 1866 still gelegten Depenauer Wassermühle zuwenden. Auf ihrem früheren Betriebsgelände befindet sich heute eine Tierpension.
Weiter geht es durch das „Paradies“ zwischen Steinwedel und Burgdorf zur ehemaligen Gärtnerei Tegtmeier (heute Vier Jahreszeiten), bei der sich „Hermann Löns“ als Rosenkavalier erweist, und zum Ehrenmal an der Immenser Straße, das an ein nächtliches Feldlager des Braunschweiger „Schwarzen Herzog“ im Jahr 1809 erinnert. Zum Abschluss der stadtgeschichtlichen Fahrradtour fahren die Teilnehmer über den (seit 2011 neu beschilderten) Lönsweg zum Lönsstein, der an den Besuch des Heimatdichters erinnert, und besteigen den Turm der St. Pankratius-Kirche, von dem sich Hermann Löns eine eindrucksvolle Aussicht präsentierte.
Teilnehmerkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862, erhältlich.