„Kleinstädtisch, aber nett – Hermann Löns 1893 in Burgdorf“

Auf den Spuren von Hermann Löns können stadtgeschichtlich Interessierte im Rahmen einer Rad-Erlebnistour radeln. (Foto: SMB)

Stadtgeschichtliche Erlebnisradtour am zweiten Pfingsttag

BURGDORF (r/jk). „Kleinstädtisch, aber nett - Hermann Löns 1893 in Burgdorf“ heißt eine neue stadtgeschichtliche Erlebnisradtour, zu deren Premiere Stadtmarketing Burgdorf (SMB) am Pfingstmontag, 13. Juni, einlädt. Die Stadtführer Erich Rode, Peter Pfeiffenbring, Dieter Frank und Dieter Kleinschmidt begrüßen die Teilnehmer um 14.00 Uhr vor dem Burgdorfer Bahnhof.
Die vier Stadtführer begeben sich mit ihren Begleitern auf die Spuren des Besuchs, den der bekannte Heimatdichter Hermann Löns der Auestadt im Juni 1893 abstattete, und passieren mit dem Fahrrad die markantesten Stationen seines damaligen ausgedehnten Spaziergangs. Dessen zahlreiche Eindrücke fanden am 28. und 29. Juni 1893 in einer Reportage im Hannoverschen Anzeiger ihren Niederschlag. Für diese Zeitung arbeitete er als „Spezialberichterstatter“ und verfasste in deren Auftrag mehrere Berichte über niedersächsische Städte, die als „Hannoversche Städtebilder“ zusammengefasst erschienen. Dabei weilte er auch in Burgdorf und zeigte sich vom damaligen idyllischen Erscheinungsbild der Auestadt nachhaltig beeindruckt.
Die Wegstrecke beginnt am Bahnhof, bei dessen Verlassen dem Heimatdichter schon der reizvoll gestaltete Vorplatz auffiel. Nach einer kurzen Einführung in sein Leben und Wirken, das am 26. September 1914 auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges ein jähes Ende nahm, empfängt der wieder zum Leben erweckte „Hermann Löns“ die Teilnehmer der Erlebnisradtour persönlich. Nach dem Aufbruch geht die Tour an der Rolandstraße entlang zum alten Magdalenenfriedhof und zum Gasthaus Haase in Ahrbeck.
Zu den weiteren Zielorten, die die Radler am Pfingstmontag auf der historischen Wegroute des Heimatdichters aufsuchen, gehört die Ortschaft Heeßel mit ihrer ehemaligen Burganlage (mit Empfang durch den Ortsvorsteher), die 1866 still gelegte Depenauer Mühle, das damals „Paradies“ genannte Landschaftsgebiet zwischen Steinwedel und Burgdorf, die Gärtnerei Tegtmeier (heute Vier Jahreszeiten), bei der „Hermann Löns“ eine kleine Überraschung für seine Begleiter verteilt, und das Ehrenmal an der Immenser Straße, das 34 Jahre vor seinem Besuch zum Gedenken an ein nächtliches Feldlager des „Schwarzen Herzogs“ errichtet wurde. Danach fahren die Teilnehmer über den Lönsweg zum Lönsstein, der die Erinnerung an den Besuch des Heimatdichters wach hält. Abschließender Höhepunkt des Nachmittags ist der Besuch der St. Pankratius-Kirche mit dem Aufstieg zum Turm, dessen weitläufige Aussicht Hermann Löns eindrucksvoll schilderte.
Teilnehmerkarten sind erhältlich bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862.