Kleines Jubiläum wurde beim Schützenverein Hülptingsen zünftig gefeiert

Die neuen Könige in Hülptingsen: Felix Kleinschmidt und Margrit Hilse. (Foto: st)
 
Die Abordnung des Schützenvereins Hülptingsen mit Fahnenträger Cord-Heinrich Schweer an der Spitze beim Umzug am vergangenen Sonntag. (Foto: st)

Neue Schützenkönigin wurde nach 18 Jahren Pause Margrit Hilse

HÜLPTINGSEN (st). Mit dem Fortschreiten des Frühlings und wärmeren Temperaturen werden auch die Schützen in und um Burgdorf wieder mehr an der frischen Luft gesehen und führen nicht nur sportlich in ihren abgeschirmten Schießständen Übungs- oder Wettkampfschießen durch. Bei den Schützenfesten im Umland können sie sich zeigen und für manchen Ortsteil der Stadt ist es zudem eine Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren – die Schützenfestsaison ist eröffnet.
Wie in jedem Jahr war auch 2015 der kleinste Schützenverein der Stadt in Hülptingsen wieder Vorreiter und startete auf Bethmanns Wiese am vergangenen Wochenende mit seinem 35. Schützenfest in die Saison. Die Schießwettbewerbe wurden schon im Vorfeld der beiden tollen Tage durchgeführt und auch Kinder und Jugendliche konnten sich am Königsschießen beteiligen. Der Vorsitzende des SV Hülptingsen, Gerd Berkhahn, bedauerte allerdings die schwache Beteiligung beim Kinder-, Jugend- und Juniorenschießen, denn nur fünf Teilnehmer waren hierzu angetreten. Als neuer König wurde, in seinem letzten Jahr als Junior, Felix Kleinschmidt proklamiert. Neue Königin wurde nach 18 Jahren Wartezeit wieder Margrit Hilse, die die Königskette gleich von ihrem Mann Achim Hilse übernehmen konnte, denn der war 2014 König von Hülptingsen. Sie trägt die Königskette zum dritten Mal nach 1996 und 1997.
Die Könige werden in Hülptingsen bereits eine Woche vor dem eigentlichen Schützenfest bekanntgegeben. Deshalb begann das Fest auch am vergangenen Sonnabend mit dem Abholen der alten Majestäten und dem Umzug zu den neuen Königen. Dort wurden die Königsscheiben dann an den Häusern montiert, damit auch alle wissen, dass hier eine Majestät residiert.
Am Sonnabendabend begann dann die offizielle Proklamation im Festzelt und neben vielen Gästen aus den benachbarten und befreundeten Vereinen war in diesem Jahr erstmals der Präsident des Kreisschützenverbandes, Werner Bösche, zu Gast. Er überbrachte nicht nur Grußworte, sondern ehrte zudem verdient Mitglieder des Schützenvereines.
Für ihr ehrenamtliches Engagement im Verein wurden Joachim Hilse und Joachim Träder mit der Ehrennadel In Bronze des Kreisschützenverbandes (KWV) geehrt. Margrit Hilse, Sven Berkhahn, Günter Rokahr, Cord-Heinrich Schweer und in Abwesenheit Annemarie Berkhahn bekamen die Ehrennadel In Silber für langjährige Verdienste um den Schützenverein und Arbeit im Vorstand. Weiterhin wurden Schatzmeister Hans-Joachim Ehrhardt, der auch Ortsvorsteher ist, und in Abwesenheit Iris Trautvetter mit der Verdienstnadel in Silber des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) ausgezeichnet. Überrascht war Gerd Berkhahn, denn er erhielt aus den Händen von Bösche die Verdienstnadel des NSSV in Gold und damit eine hohe Auszeichnung.
Nach Reden und Ehrungen konnten sich alle Beteiligten im mit etwa 120 Personen vollbesetzten Festzelt bei jungen und alten Schlagern bewegen und es herrschte eine tolle Stimmung, die besonders von 35 Schillerslager Gästen ausging, die bis zum frühen Morgen aushielten und die Nacht zum Tage machten.
Der Höhepunkt am Sonntag war traditionell der Festumzug. Mit Musik des Schillerslager Spielmannszuges und den Wikingern aus Burgdorf setzte sich der Marsch nach dem Königsessen mit der Beteiligung des Schützenvereins Schillerslage, SV Otzenia Otze, des SV Altmerdingsen, SG Sorgensen, mehreren Korporationen der Burgdorfer Schützengesellschaft und dem SV Hülptingsen, der immerhin 56 Mitglieder zählt, in Bewegung. Die Wege in Hülptingsen sind mit dem Neubaugebiet länger geworden und so dauerte es eine ganze Weile, bis der Umzug wieder im Festzelt eintraf und sich bei Kaffee, Kuchen und einigen Lüttje Lagen gestärkt wurde. Am Montag zogen die Schützen dann noch einmal ab 7:33 Uhr morgens aus und baten beim sogenannten Kehraus um Naturalien und Geldspenden, um auch im nächsten Jahr den Schützenverein in dem 900 Einwohner großen Ortsteil am Leben zu erhalten. Bis auf die Beteiligung der eigenen Mitbürger aus dem Dorf, am Sonnabend waren nur drei Ehepaare aus dem Neubaugebiet anwesend und auch aus dem alten Dorf hätte Berkhahn mehr Einsatz erwartet, konnte er aber ein durchaus positives Fazit des 35. Hülptingser Schützenfest ziehen.