Kirchen und Amnesty beleuchteten Menschenrechte

Bernhard Schulte und Eberhard Scholz (v. li.) spielten in der Burgdorfer St. Nikolaus-Kirche anlässlich der Andacht zum Motto „Zünde eine Kerze an für die Hoffnung“ nicht nur leise Meditationsmusik, sondern auch das sachte „Tränen im Himmel“ (Tears in Heaven) von Eric Clapton. (Foto: Georg Bosse)

Besinnliches bei Kerzenschein in der Burgdorfer St. Nikolaus-Kirche

BURGDORF (gb). Der Tag der Menschenrechte wird international am 10. Dezember jeden Jahres begangen. Er ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Amnesty International (ai) nimmt dieses Datum zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu beleuchten und auf ihre Verletzungen hinzuweisen.
Am vergangenen Wochenende hatte die ai-Ortsgruppe Burgdorf/Burgwedel zu Texten und Musik bei Kerzenschein in die evangelisch-lutherische St. Pankratius- und St. Paulus-Kirche sowie in die St. Nikolaus-Kirche der katholischen Pfarrgemeinde eingeladen.
Unter dem Motto „Zünde eine Kerze an für die Hoffnung“ begrüßte ai-Ortssprecherin Erika Büchse am zurückliegenden Sonntag nur wenige Christenmenschen in der St. Nikolaus-Kirche: „Wir wollen an diesem Tag nicht nur klagen, sondern mit dem Entzünden der Kerzen auch Hoffnung und Zuversicht vermitteln.“ Die anschließende Andacht mit Petra Schulte begann mit leiser Meditationsmusik, gespielt von Bernhard Schulte (Gitarre) und Eberhard Scholz (Querflöte). Daraufhin wurde das Gedicht „Vier Kerzen“ von Elli Michler vorgetragen, das vom Anzünden von vier flackernden Lichtquellen für den „Frieden“, für den „Mut“, für die „Hoffnung“ und letztlich für die „Liebe“ begleitet wurde. Mahnendes und Nachdenkliches bekamen die Anwesenden hiernach mit Hanns-Dieter Hüschs „Bedenkt“ zu hören.
Und passend zum Tag der Menschenrechte war auch der Text von Liu Xiabao, einem der führenden Köpfe der chinesischen Demokratiebewegung, der just am 10. Dezember 2010 inhaftiert worden war und deshalb seiner Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis im norwegischen Oslo nicht beiwohnen durfte. Ein leerer Stuhl symbolisierte damals die Unterdrückung der Menschenrechte im so genannten „Reich der Mitte“.