Kinder pflanzen Obstbäume

Die Kinder helfen beim Pflanzen der Obstbäume tatkräftig mit. (Foto: privat)

Gemeinsames Projekt der Nabu-Ortsgruppe und des Heilpädagogischen Zentrums

Burgdorf (r/fh). Auf der Streuobstwiese an der Eseringer Straße haben Kinder des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) jetzt zusammen mit der Nabu-Ortsgruppe acht zusätzliche Bäume gepflanzt. Das HPZ ist die Kindertagesstätte des Vereins Lebenshilfe Burgdorf, in der Kinder mit und ohne geistige Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen betreut werden. Erzieherin Nina Klinkhardt kam jetzt mit einigen Kindern aus unterschiedlichen Kita-Gruppen zu der Pflanzaktion.
Zunächst erkundeten sie ausgiebig das Areal mit Insektenhotel, einer Benjeshecke aus Baum- und Strauchschnitt und drei Steinhaufen, die einen Rückzugsort für Amphibien und Eidechsen bieten. Währenddessen hoben die Nabu-Mitglieder bereits die acht Pflanzlöcher aus. Danach stellten sie die Bäume dann gemeinsam mit den Kinder dort hinein, füllten sie wieder mit Erde auf und bewässerten sie.
Weil auch hin und wieder Rehe den Weg zur Streuobstwiese finden, wurde an den Stämmen noch ein Verbissschutz angebracht. Und damit die jungen Bäumchen vor starkem Wind geschützt sind, wurden sie außerdem mit einem Holzpfahl gestützt. Bevor die Kinder dann wieder zurück in ihre Kita fuhren, sangen sie noch einige Kinderlieder zusammen mit dem Liedermacher Matthias Lück, der für die Aktion mit seiner Gitarre auf die Streuobstwiese gekommen war und auch selbst zur Schaufel griff.
Insgesamt stehen auf der Fläche an der Eseringer Straße jetzt 166 Obstbäume. „Eine bunte Mischung aus alten Sorten, vor allem Apfel, aber auch Walnuss, Kirsche, Birne, Zwetschge und Mirabelle“, sagt Bernd Rose vom Nabu. 163 von ihnen haben einen Baumpaten, der die Früchte im Spätsommer ernten kann. Auch das HPZ hat jetzt eine Patenschaft für einen Apfelbaum übernommen. „Die meisten Kinder mögen Äpfel und sie sind auch oft in Projekten der Kitagruppen Thema. Das passt also ganz wunderbar!“, begründet Klinkhardt die Wahl der Obstsorte.
Der Nabu hat die Fläche an der Eseringer Straße 2014 von der Stadt Burgdorf bekommen und dort eine Streuobstwiese angelegt. Eine Sitzecke lädt zu einer kleinen Pause ein und auf mehreren Lehrtafeln gibt es Hintergrundinfos zu dem Projekt. „Sie wird gern von Schulklassen, Kita-Gruppen, aber auch von vielen Radfahrern und Spaziergängern besucht“, hat Bernd Rose beobachtet.