Keine Zusatzfahrt der S6

Region erteilt den Vorschlägen aus Burgdorf eine Absage

BURGDORF/REGION (fh). Pendler müssen in den S-Bahnen der Linien S6 und S7 morgens wohl weiterhin eng zusammenrücken. Denn die Region hat dem Vorschlag der Ortsbürgermeisterinnen Ulla Träger (Otze) und Birgit Meinig (Ehlershausen/Ramlingen) jetzt eine Absage erteilt. Sie hatten sich in den Morgenstunden je Richtung eine zusätzliche Fahrt gewünscht - und waren damit nicht nur in ihren jeweiligen Ortsräten auf Zustimmung gestoßen, sondern auch im Verkehrs- und Verwaltungsausschuss der Stadt. Die Burgdorfer Regionsabgeordneten Rudolf Alker (SPD) und Oliver Brandt (CDU) hatten das zum Anlass genommen, ihrerseits bei der Regionsverwaltung anzufragen.
Die Antwort liegt jetzt vor und fällt für die Antragsteller ernüchternd aus: Zumindest kurzfristig könnten keine zusätzlichen Fahrten eingerichtet werden. Grund dafür seien zum einen Engpässe am Hauptbahnhof Hannover, aber auch am Bahnhof in Burgdorf. Zum anderen seien während der morgendlichen Hauptverkehrszeit sämtliche Triebwagen der S-Bahn Hannover im Einsatz. Um weitere Fahrten anzubieten, müssten deshalb mindestens zwei zusätzliche Triebwagen angeschafft werden.
Im Moment haben Bahnfahrer aber noch ganz andere Probleme: Denn in den vergangenen Wochen und Monaten sind selbst die vorgesehenen Züge wegen Personalmangel bei den Lokführern immer wieder ausgefallen. Während sie in der Hauptpendelzeit zwischen 6 und 8 Uhr morgens meistens fahren, wurde beispielsweise die S6 um 8.41 Uhr ab Hannover besonders häufig gestrichen. Abends ist die S6 zum Teil sogar über mehrere Stunden hinweg ausgefallen worden, am Wochenende auch halbe und ganze Tage über, so beispielsweise am 2. und 3. November.