Karsten Siekmann ist bei den Schützen wieder an Bord

Jörg Hoppe (rechts) übergab nach der Maiversammlung offiziell den Vorsitz wieder an Karsten Siekmann. (Foto: Holger Staab)

Umbaumaßnahmen in der Stadt erst nach dem Schützenfest 2010

BURGDORF (hs). Für die Burgdorfer Bürger, die das traditionsbeladene Volksschützenfest am letzten Wochenende im Juni mögen und gerne feiern, dürfte es eine besondere Bestätigung sein. Das Fest wird in gewohntem Rahmen stattfinden. Das wurde auf der diesjährigen Mai-Versammlung der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 eV beschlossen. Auch wenn es, wie im vergangenen Jahr, einige Einsparungen geben wird, ist die traditionelle Veranstaltung aus dem Burgdorfer Kalender nicht wegzudenken. Immerhin säumen jährlich tausende Bürger zu den Umzügen die Straßen der Stadt und auch zu den Schützenbällen kommen viele Besucher.
Die Änderungen, die auch schon im vergangenen Jahr greifen konnten, und den Etat des Festes reduzierten, werden nach Auskunft vom 2. Vorsitzenden der Gesellschaft, Jörg Hoppe, im Juni nochmals durchgeführt. So werden etwa die Könige vor den Umzügen nicht mehr abgeholt. Dadurch konnte Geld gespart werden, das dann wieder den traditionellen Programmpunkten zugute kommt.
In der Versammlung am vergangenen Montag, die jedes Jahr Anfang Mai stattfindet, war deshalb auch das Interesse am Kassenbericht groß. Cord-Christian Hansen konnte über eine gesunde Entwicklung berichten. „Es war ein finanziell unspektakuläres Jahr“, meinte er in seinem Rechenschaftsbericht und so schlugen die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes vor, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. Als Nachfolger für Heike Strehmel als Kassenprüfer wurde Bastian Hoppe gewählt.
Der Halbjahresbericht wurde vom 2. Vorsitzenden Jörg Hoppe verlesen, der auf einige Höhepunkte des Jahres hinwies und sich freute, die operativen Geschäfte wieder in die Hände des langjährigen Vorsitzenden Karsten Siekmann legen zu können. Siekmann, der aufgrund einer Krankheit lange aussetzen musste, wird ab sofort wieder die Geschäfte der Gesellschaft leiten. Das war wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse der Versammlung, denn alle Schützen freuen sich wieder auf sein Mitwirken. „Ich bin froh, wieder dabei zu sein, aber ich habe eine starke Vorstandsmannschaft im Rücken und so werden wir den weiteren Weg der Burgdorfer Schützen gemeinsam weitergehen“, meinte Siekmann zu seiner Rückkehr.
Der Halbjahresbericht von Oberschießsportleiter Urs-Uwe Simanowski verdeutlichte einige sportliche Erfolge, die von den Schützen erzielt werden konnten. Als Anerkennung der besonderen Art überreichte er an Jennifer Matthies die „Goldene Schützenkordel“, die in den fünf Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Armbrust, Kleinkaliber und Sportpistole besonderes Geschick und Vielfalt erfordern.
Aufgrund der Ehrenamtspauschale, die auch bereits bei anderen Vereinen wie der TSV in Burgdorf in die Satzungen eingearbeitet wurde, nahmen auch die Schützen eine Satzungsänderung vor. Zudem beschlossen sie die Kündigungszeit der Vereinszugehörigkeit auf zwei Monate zur Jahresfrist einzuführen, um den Verbandsrichtlinien nachzukommen.
Das wichtigste Thema war auch in diesem Jahr das geplante Schützenfest. Hoppe konnte bekannt geben, dass die Umzüge planmäßig und in gleichem Rahmen stattfinden, da die Umbaumaßnahmen in der Stadt, wegen der neuen Verkehrsplanung, erst nach dem Schützenfest beginnen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen wird wieder die gleiche Anzahl an Fahrgeschäften auf dem Festplatz vertreten sein. Auch der Kinderumzug wird wieder mit dem Kinderzirkus „Kritzpritzknuckelmuckeldü“ aufgepeppt.
Freuen können sich die Burgdorfer wieder auf die „Tis Niks Wut Niks“ aus Holland, die zum Jubiläum der Wikinger nach Burgdorf kommen und am Freitag und Samstagabend im Zelt für Stimmung sorgen werden. Die Burgdorfer werden sich ab Sonnabend, 19. Juni, auf das eingeschränkte Parken in der Stadt einstellen müssen, denn ab 14 Uhr wird der Schützenplatz bis zum Montag, 28. Juni, 20 Uhr gesperrt sein. Parkverbotsschilder mit dem Zeitraum werden rechtzeitig aufgestellt.
Beim Ausblick auf das Wintervergnügen 2011 konnte mit den Aue Rosen eine Kooperation gefunden werden, die das Fest organisiert und alle Fäden in den Händen hält. Die Vorsitzende Anke Lübbe machte auch noch auf andere Überraschungen in diesem Jahr aufmerksam, denn immerhin werden die Aue Rosen 2010 ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Unter anderem wird auch die Scheibe des Volkskönigs von den Aue Rosen gestiftet.
Mit den Worten „Ich übergebe den Vorsitz hiermit offiziell wieder an Karsten Siekmann“, schloss Hoppe die Maiversammlung und freute sich auf den nächsten wichtigen Termin, das Ratsschießen 2010, das am 2. Juni stattfinden wird.