JuniorClubTag war Kürbistag

Kürbis schnitzen auf dem Kartoffelhof Schweer im Rahmen des VVV- JuniorClubTages.

Mitmachaktion in den Herbstferien für sieben Mädchen und Jungen

HÜLPTINGSEN (dno). Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beere. Seine Wurzeln liegen in Mittel- und Südamerika, denn dort ist er seit etwa 10.000 Jahren Grundnahrungsmittel. In Europa kennt man ihn seit dem 16. Jahrhundert, aber so richtig bekannt wurde er erst vor einigen Jahren, als er mit dem amerikanischen Fest Halloween zu uns rüber schwappte.
Seitdem wird er im Oktober mit Löffeln ausgehöhlt und dann mit Schnitz-, Obst- und Gemüsemessern in eine lustige – oder auch schaurige – Grimasse verwandelt. Aber auch verziert mit zarten Mustern, Sternen oder sogar Schriftzügen ist er die schönste Herbstdeko.
Auch die 7 Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 12 Jahren hatten am vergangenen Donnerstagnachmittag viel Spaß dabei und zeigten sich sehr kreativ. Der 128. VVV-JuniorClubTag stand unter dem Motto „Kürbistag – Alles rund um den Kürbis“. Auf dem Kartoffelhof Schweer in Hülptingsen ging es der Cucurbita - so der wissenschaftliche Name des Kürbisses - an den Kragen oder vielmehr ans Eingemachte.
Aber bevor es ans Schnitzen ging, wurden bei einem kleinen Rundgang über den Hof, die verschiedenen Sorten in Augenschein genommen. Angeblich soll es mehr als 800 Sorten geben – und alle sind einzigartig in Form, Farbe und Aroma. Besonders die Riesenkürbisse fielen ins Auge. „Eignet sich super als Hocker“, befand Viola. Dann konnten die Kinder schätzen, wie schwer so ein Riesenkürbis ist und waren erstaunt, dass er satte 51 Kilogramm auf die Waage brachte.
Beim Schnitzen war dann neben Geschick mit dem Schnitzmesser, auch ein bisschen Muskelkraft gefragt, besonders beim Deckel abtrennen. Schützenhilfe gab es von Juliane von Hinüber-Jin, die den Kindern zur Seite stand und den Kurs anleitete. Anschließend wurden die Kürbisse mit Löffeln ausgehöhlt. Die 9-jährige Liz hatte dafür einen Eisportionierer mit dabei, „das klappt super“, befanden die Kinder. In einer Schale wurde das Kürbis-Fruchtfleisch gesammelt. Die Kerne wurden zwar aussortiert, eignen sich aber prima als Snack, denn sie sind reich an guten Fetten und Eiweiß und schnell mit Olivenöl und einem Lieblingsgewürz im heißen Ofen geröstet.
Das Kürbis-Fruchtfleisch wurde mit Mini-Kartoffeln, Zwiebeln (alles vom Hof Schweer) und etwas Hackfleisch gebraten und auf „Schweersche Pfanne“ getauft! „Lecker“, fanden die Kinder, selbst diejenigen, die bis dahin noch keine Kürbisfans waren.
„Kürbis ist sehr vielfältig. Da kann man viel mehr mit machen als nur eine klassische Kürbissuppe“, so Juliane von Hinüber-Jin.
Am Ende gab es für jedes Kind noch einen „Spaghetti-Kürbis“ zum Mitnehmen. „Das Besondere bei diesem Kürbis ist, dass sein Fruchtfleisch nach langem Erwärmen im Herd, innen in einzelne Fasern zerfällt, die wie lange Spaghettinudeln aussehen“, erklärt von Hinüber-Jin.