Jugendkantorei CampusMusik begeisterte in St.-Pankratius

Die St.-Pankratius-Kirche war zum Musical der Jugendkantorei bis auf den letzten Platz gefüllt.
 
Kantorin Tina Röber-Burzeya brachte mit Eleasar, das anspruchvollste Musical der Jugendkantorei CampusMusic auf die Bühne.

Musical „Eleasar – Der vierte König“ bezauberte zahlreiche Besucher in der Kirche

VON DANA NOLL

BURGDORF. „Wundervolle Stimmen“, „eine schöne Geschichte“ und „ein großartiger Nachmittag“ - so lobten die Besucherinnen und Besucher das Musical, das am vergangenen Samstagspätnachmittag in der St.-Pankratius-Kirche in Burgdorf aufgeführt wurde. Mit „Eleasar – Der vierte König“ brachte die Jugendkantorei CampusMusik ein biblisches Märchen auf die Bühne, das nach einer russischen Legende gesungen wurde.
Nach dieser Legende waren nicht drei, sondern vier Könige auf dem Weg zur Krippe. Die Könige verlieren sich und als Eleasar, der vierte König, weiter dem Stern folgen möchte, sieht er um sich herum, großes Leid auf den Straßen und in den Dörfern. Jedes Mal nimmt er sich Zeit, um zu helfen. Doch irgendwann ist der Stern erloschen. Verzweifelt und doch immer mit einem offenen Auge für seine Mitmenschen sucht er diesen immer weiter. Sein Weg führt ihn als Sklave auf eine Galeere. Dreißig Jahre später kehrt er als gebrochener und alter Mann nach Jerusalem zurück und nähert sich seinem eigentlichen Ziel.
„Die Geschichte ist immer aktuell, egal welche Weltanschauung oder Religion vertreten wird. Alle Menschen sollten sich, neben allen selbst gesteckten Zielen, Zeit finden, auch um Mitmenschen zu kümmern. Eleasar nimmt Armut und Leid in Kauf, um, gemäß des christlichen Gedankens, für andere da zu sein und findet so doch zu seinem Ziel, wenn auch 30 Jahre zu spät“, erklärt Kantorin Tina Röber-Burzeya.
Das 75-minütige Musical spielte in sechs Bildern, die Musik war oratorisch angelegt. Es gab keine gesprochenen Dialoge in dem durchkomponierten Werk. Nur die Erzählerin leitete von einer Szene zur nächsten über. Durch das ganze Stück zog sich das Zitat von Jesaja „Es kommt der Tag, an dem die Tränen enden– doch bis der anbricht liegt’s an uns, Not in der Welt zu wenden“.
Der Text stammt von Eugen Eckert, vertont wurde es von Gerd-Peter Münden, der schon in den vergangenen Jahren für viele Kompositionen der Musicals zuständig war.
Insgesamt 40 Sängerinnen und Sänger im Alter von 12 bis 19 Jahren standen auf der Bühne und traten zum Teil auch solistisch auf.
„Alle Jugendlichen des Chores, die eine Solo-Rolle in dem Werk übernehmen wollten, konnten dies auch tun“, erzählt Tina Röber-Burzeya. Und so waren 32 solistische Stimmen zu hören. Die Chöre sind alle mehrstimmig vertont. Begleitet wurden sie von einem Instrumental-Ensemble mit Eckart Altenmüller und Sabine Kaufmann (Flöte), Gennady Margulis und Tobias Kanthak (Klarinette) und Bernd Grußendorf (Klavier).
Unterstützt wurden die Jugendlichen von einem professionellen Instrumental-Ensemble. Das JonnyB. sorgte für Licht- und Tontechnik.
„Es war die umfangreichste und anspruchsvollste Musical-Aufführung in der Geschichte der Jugendkantorei CampusMusik“, erklärte die Kantorin, „Lange schon liegt Eleasar in der Schublade. Aber es bedarf eines guten Chores, um so ein Werk aufzuführen. Umso größer die Freude, dass es nun aufgeführt werden konnte.“
Die Jugendkantorei freut sich immer über neue Sängerinnen und Sänger. (ab dem 5. Februar 2020). Die Proben finden immer mittwochs von 18 Uhr bis 19 Uhr im Gemeindehaus in der Gartenstraße statt.