Johann Friedrich Ehlers führte durch den Ort, der heute seinen Namen trägt

Mit Pfeife, Gehrock und Zylinder begab sich Rainer Künnecke (li./re.) alias Johann Friedrich Ehlers mit seiner Gefolgschaft auf einen historischen Streifzug durch den Ort, der bereits seit 175 Jahren seinen Namen trägt. (Foto: Georg Bosse)

Über eine Postkutschenstation und Schankwirtschaft zum heutigen Ehlershausen

EHLERSHAUSEN (gb). Am vergangenen Sonntag ließ Schauspieler Rainer Künnecke den Chausseewärter Johann Friedrich Ehlers (1766-1833) in der nach ihm benannten Burgdorfer Ortschaft Ehlershausen lebendig werden. Im zeitgetreuen Gewand und mit rund 40 Gästen zog der Gründervater durch das Dorf und machte so aus einem gemeinsamen Spaziergang eine Erlebnisführung.
Die szenische Ortschaftserkundung steht in der Reihe der vom Stadtmarketing-Verein Burgdorf (SMB) erfolgreich organisierten Erlebnisführungen. Bei dem historischen Streifzug durch Burgdorfs größten und schnell wachsenden Ortsteil kooperiert der SMB mit dem Kultur- und Förderkreis Ramlingen/Ehlershausen.
Der heiter plaudernde Johann Friedrich Ehlers begann seinen Rundgang am „Hotel & Restaurant Bähre“. Der ursprünglich aus Schillerslage stammende Chausseewärter kam im Alter von 50 Jahren in die rein bäuerliche Nachbarschaft und baute an der herzoglichen Straßenachse zwischen Hannover und Celle eine Postkutschenstation und eine Anbauernstelle. Geistreich und erheiternd erzählte Rainer Künnecke alias Johann Friedrich Ehlers von den schwierigen Anfängen, von misstrauischen Zeitgenossen und der langsam entstehenden Konkurrenz durch die Eisenbahnstrecke. Stationen auf seiner Zeitreise zurück in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts waren unter anderem die in der Dorfmitte gelegene, evangelische Martin-Luther-Kirche und die „Grüne Lunge“ von Ehlershausen. Dabei erfuhr die Gruppe, dass sich hier ab 1827 immer mehr Menschen niederließen und sein Sohn Carl Ehlers die Poststation 1830 zu einer Schankwirtschaft erweiterte. Ein Jahr später erfolgte der Beschluss der Königlichen Landdrostei in Lüneburg, der kleinen Siedlung den Namen „Ehlershausen beyzulegen“. Apropos Schankwirtschaft. Die Erlebnisführung endete nach gut 90 Minuten dort, wo sie begonnen hatte. Am bzw. im Gasthaus Bähre...