Jeder kann sich nach seinen Fähigkeiten in die Kirche einbringen

Diakon Hartmut Berkowsky, Pastorin Annette Charbonnier (St. Paulus) und Pastor Michael Schulze (St. Pankratius) feiern gemeinsam den Ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag. (Foto: Wolfgang Obst)

Ökumenischer Pfingstgottesdienst in St. Nikolaus Burgdorf

BURGDORF (r/jk). Es ist in Burgdorf eine schon lange gepflegte Tradition, der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag. Anlässlich des 80-jährigen Kirchweihjubiläums konnte Diakon Hartmut Berkowsky, in Vertretung des erkrankten Pfarrers Martin Karras, rund 250 Christen beider Konfession in der Pfarrkirche von St. Nikolaus begrüßen. Den Gottesdienst gestalteten auch Pastorin Annette Charbonnier von St. Paulus und Pastor Michael Schulze von St. Pankratius. Desweiteren Reinhild Bielisnki (St. Paulus), Angelika Wirz (St. Nikolaus) und Judith Rode (Martin-Luther Ramlingen Ehlershausen).
In seiner Predigt machte Michael Schulze deutlich, dass es trotz der Unterschiede viele Gemeinsamkeiten zwischen Katholiken und den evangelischen Mitchristen gäbe. Sei dieses im sozialen Bereich oder wie derzeit bei den Flüchtlingen und Asylanten, die aus ihren Heimatländern geflohen sind und in Burgdorf zunächst eine neue Bleibe gefunden haben. Diese Gemeinsamkeiten gelte es zu nutzen, gerade in einer Kommune wie Burgdorf. Zu nutzen in dem Sinne, dass jeder gefragt ist, sich in die Kirche, in seine Gemeinde, ganz nach seinen Fähigkeiten, einzubringen. Das brachten auch Annette Charbonnier und Regina Seedorf in einem Zwiegespräch zum Ausdruck. „Frau Überall“ ist stets und ständig für die Gemeinde unterwegs. Ist überall zu finden und merkt gar nicht, dass sie durch ihr vielfältiges Engagement eigentlich nichts richtig zu Ende bringt. Hinzu kommt, dass sie bis an die Grenze ihrer eigenen Leistungsfähigkeit geht. „Herr Leistöner“ dagegen traut sich nicht so richtig, auch einmal klarzustellen, was er eigentlich will. Ganz abgesehen von „Frau Wartemal“, die erst einmal zuschaut und andere machen lässt. Zum Schluss kommen Frau Überall, Herr Leisetöner und Frau Wartemal überein, ihr Engagement bzw. ihre Inaktivität gründlich zu überdenken. Frau Überall ist nicht mehr überall wiederzufinden. Herr Leisetöner macht sich nunmehr bemerkbar, auch wenn es ihm am Anfang etwas schwer fällt. Und Frau Wartemal hat festegestellt, dass sie Aufgaben, die ganz ihren Fähigkeiten entsprechen, übernehmen kann. So ist ein jeder in der Gemeinde gefragt. Es muss nicht immer ganz viel sein. Es reicht völlig aus, wenn ein jeder ganz nach dem was er kann, sich für die Allgemeinheit engagiert.
Begleitet wurde der Gottesdienst vom Chor New Hymn. Parallel dazu fand im Pfarrsaal ein Wortgottesdienst für die Kinder statt. Trotz des regnerischen Wetters fanden beim „Fest der Begegnung“ auf dem Kirchplatz sehr angeregte Gespräche statt.