Jazzfreunde haben ihr „Abi“ gemacht

Georg Schroeter, Abi Wallenstein und Marc Breitfelder (v.l.) ließen im Burgdorfer „Black Horse“ den Geist des Blues „aus der Flasche“. (Foto: Georg Bosse)

Bluestrio Abi Wallenstein, Georg Schroeter und Marc Breitfelder im „Black Hors

BURGDORF (gb). Mit besonderem Stolz hatte der Kulturverein „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ das Gastspiel des „Vaters der Hamburger Blues-Szene“, Abi Wallenstein, angekündigt. Und der Stolz der Veranstalter dürfte seit dem vergangenen Samstagabend nach dem Konzert im Burgdorfer Jazzclub „Black Horse“ noch ein wenig gestiegen sein. Denn im exzellenten Zusammenspiel mit den Kieler Bluesmusikern Georg Schroeter (piano) und Marc Breitfelder (harp) ließ Abi Wallenstein (voc; git.) dem „Spirit of Blues“ freien Lauf.
Wallenstein, der von Kennern als „lebende Legende des Blues“ gefeiert wird und für seinen ureigenen „Picking Style“ sowie für seine authentische Blues-Stimme bekannt ist, lieferte in Burgdorf mit Breitenfelder und Schroeter hand- und mundgemachte Musik vom Allerfeinsten ab. Der 65-Jährige ist ein Typ ohne Starallüren und ein Musiker zum „Anfassen“. Gleich beim Opening des Konzerts forderte er das teils aus 200 Kilometern angereiste Publikum zu etwas mehr Ekstase auf, was in Burgdorf bekanntermaßen manchmal nicht so leicht ist. Aber das Eis war schnell gebrochen.
Das „Black Horse“, das mit gut 200 Leuten beinahe überfüllt war, bekam von dem Ausnahmetrio einen erstklassigen Blues-Gig geboten, in dessen Verlauf die Stimmung immer swingender, grooviger, persönlicher und so für alle zu einem Erlebnis wurde. „Die Stimmung riss einfach nicht ab. Immer wieder sang und klatschte die „Meute“ mit, wollte mit dem Musikern sprechen und sich mit Abi Wallenstein fotografieren lassen. Er ist der Größte. Für uns das Event des Jahres“, kommentierte der Vereinsvorsitzende Paul Rohde überschwänglich. Dann haben die „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ mit diesem Event ja ihr „Abi“ gemacht.