Jahrescurriculum für erfolgreiche Praxis im Ambulanten Hospizdienst

Hospizdienst-Leiterin Manuela Fenske-Mouanga (re.) mit Heike Pfennig (Mi; Lehrte) und Edda Reimann (li; Ehlershausen), die gemeinsam das Jahrescurriculum „3-S-Kompetenzmodell“ erfolgreich absolviert haben. (Foto: Georg Bosse)

Fünf Jahre Hospiz-Qualifizierungsmodell „Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz“

BURGDORF/OSTKREIS (gb). Anlässlich des fünfjährigen, erfolgreichen Qualifizierungsmodells für ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter im Ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze (Ostkreis Region Hannover) hatte die Leiterin des Dienstes, Manuela Fenske-Mouanga, zu einem erläuternden Pressegespräch in die Räumlichkeiten des Diakonieverbandes Hannover-Land an der Burgdorfer Schillerslager Straße 9 eingeladen.
Im Jahre 2006 wurde die Qualifizierung für Ehrenamtliche des ambulanten Hospizdienstes als Jahrescurriculum konzipiert. Das so genannte „3-S-Kompetenzmodell“ mit vier Befähigungsmodulen basiert auf der Grundlage einer Ausbildung in Bezug auf Sach-, Selbst- und Sozialfachwissen. Diese vier Bausteine setzen sich wie folgt zusammen: 1. Elf monatliche Qualifizierungsabende, 2. zehn monatliche Supervisionssitzungen, 3. ein auswärtiges Fortbildungswochenende sowie 4. mindestens zehn Begleitungsstunden mit anschließender Fallbesprechung. Dazu werden den neuen Begleitern erfahrene Ehrenamtliche als „Paten“ zur Seite gestellt. „So ermöglichen wir die Zusammenführung von neuen und langjährig Tätigen mit unterstützendem Erfahrungsaustausch. Und für die Erfahrenen ist dieses Konzept gleichzeitig eine kontinuierliche Weiterbildung und Vertiefung für ihre Aufgabe“, erklärte Manuela Fenske-Mouanga.
Dieses Qualifizierungsmodell hat Heike Pfennig (Lehrte) mit „Patin“ Edda Reimann (Ehlershausen) absolviert. „Edda stand mir während dieser Zeit stets persönlich und telefonisch als Ratgeberin zur Seite. Und bei größeren Problemen konnte ich mich immer an Manuela Fenke-Mouanga wenden“, beschreibt Heike Pfennig ihren persönlichen, erfolgreichen Ausbildungsfortgang. „Die Ausbildung ist zwar kostenfrei, aber sie bedingt eine schriftliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit für einen individuell festzulegenden Zeitraum“, so die Hospiz-Leiterin.
Zurzeit betreut der nicht konfessionsgebundene Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze mit 34 ehrenamtlichen Begleitern, darunter vier Männer, 15 Patienten. Die Begleitung von Sterbenden kann einige Tage, aber auch mehrere Jahre dauern. „Nach einem längeren Beistand brauchen die Begleiter häufig eine Auszeit, um ihre eigene Trauer zu verarbeiten“, bekräftigt Fenske-Mouanga. Auch deshalb sind ehrenamtliche, an ambulanter Hospizarbeit interessierte Mitarbeiter willkommen, die sich der nicht immer leichten Aufgabe der Begleitung von Sterbenden und Trauernden gewachsen fühlen.
Nähere Informationen zum Ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze gibt es unter Tel. 05136/897 311 oder über hospizdienst-burgdorf@evlka.de.