Jäger legen Benjeshecke an

Die Jäger aus Schillerslage haben eine 80 Meter lange Benjeshecke angelegt. (Foto: privat)

Aufgeschichtete Äste und Zweige sollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten

Schillerslage (r/fh). Um neuen Lebensraum für Vögel, Insekten, Igel und viele weitere Tiere zu schaffen, haben die örtlichen Jäger im Moorgebiet bei Klein-Schillerslage eine 80 Meter lange Benjeshecke angelegt. Sie besteht nicht aus gepflanzten Büschen und Sträuchern, sondern aufgeschichteten Ästen und Zweigen. Dieses sogenannte Totholz war bei einer größeren Walddurchforstung angefallen, die wegen eines Borkenkäferbefalls erforderlich war.
Erst kürzlich hat auch die Nabu-Ortsgruppe auf der Streuobstwiese an der Eseringer Straße eine solche Benjeshecke angelegt. Die Idee hinter den Projekten: In dem langsam verrottenden Holz können sich jetzt Pflanzen, Pilze, Käfer, Spinnen und viele andere Kleinstlebewesen ansiedeln. Auch Igel und Siebenschläfer finden dort Unterschlupf und viele Vogelarten wie Amsel und Rotkehlchen können dort Brüten.  „Die Jägerschaft ist ein anerkannter Naturschutzverband. Es ist für uns Jäger darum selbstverständlich, dass wir uns um alle Tiere und Insekten und nicht nur um jagdbares Wild kümmern", betont Barthold Plass, Vorsitzender des Jagdbezirkes I in Schillerslage. Aus diesem Grund haben die Jäger aus Schillerslage in den vergangenen Jahren auch schon eine Streuobstwiese, Blühstreifen und Blühhecken angelegt.