Infobroschüre zur Grippe

Die stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover Marlene Graf (von links), Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau und die Epidemiologin des Fachbereichs Gesundheit Silke Gerdes stellen den Gesundheitsberichts „Influenza“ vor. (Foto: Region Hannover/L. Gebhard /A. Liebenthal)

Region veröffentliche sechsten Gesundheitsbericht und rät vor allem älteren Menschen, sich impfen zu lassen

REGION (r/fh). Mit einer neuen Broschüre informiert die Region Hannover über die Influenza, umgangssprachlich als Grippe bezeichnet: Der Gesundheitsbericht beschreibt, wie sich die Krankheit äußert, was sie von einer gewöhnlichen Erkältung unterscheidet, wie sie übertragen wird und wer besonders gefährdet ist. Außerdem gibt er einen Überblick über die Zahl der Erkrankungen in Deutschland, Niedersachsen und der Region. Auch der Grippeimpfung ist ein eigener Abschnitt gewidmet. „Mit dem Gesundheitsbericht wollen wir allen Menschen in der Region Hannover eine umfassende und gut verständliche Information an die Hand geben und darüber aufklären, was die Krankheit ausmacht“, sagt Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau.
Das Tückische: Die Grippeviren verändern sich ständig und es entstehen immer wieder neue Varianten, auf die das Immunsystem nicht vorbereitet ist. So kommt es auch in Deuschtland vor allem von Jahresanfang bis April immer wieder zu Grippewellen. Die Krankheit kann besonders für ältere und immungeschwächte Menschen lebensbedrohlich sein. Die größte Gefahr dabei sind Komplikationen wie schwere Lungen-, Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen.
Die Europäische Union empfiehlt deshalb seit 2015 eine Impfquote von 75 Prozent bei Menschen über 60 Jahren. Der Wert in Deutschland liegt zur Zeit deutlich darunter und hat zuletzt sogar noch weiter abgenommen. So ließen sich in der Saison 2016/2017 nur etwa 30 Prozent dieser Altersgruppe impfen; 2009/10 waren es noch knapp 50 Prozent. „Die Impfung ist die einzige Möglichkeit, sich und andere zu schützen, denn eine echte Grippe lässt sich nicht nur mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung oder Saunagängen vermeiden", betont Marlene Graf, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover.
Die Broschüre zur Influenza ist der sechste Gesundheitsbericht der Region Hannover. In vorherigen Veröffentlichungen wurden bisher unter anderem Tuberkulose, der Norovirus und Legionellen behandelt. Die Hefte stehen auf www.hannover.de zum Download zur Verfügung. Interessierte können auch bei Silke Gerdes, Fachbereich Gesundheit, ein gedrucktes Exemplar anfordern. Kontakt: silke.gerdes@region-hannover.de, Telefon: (0511) 61622841.