In Otze hat die Zukunft bereits begonnen

„Moderator“ Andreas Schrapel hält Otzes Präsentationsbroschüre für den Regionswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in die Höhe, die der Jury bereits zugegangen ist. (Foto: Georg Bosse)

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ will Otze mit seinen Stärken und Talenten punkten

OTZE (gb). Das beherrschende Thema der jüngsten Einwohnerversammlung im Feuerwehrhaus Otze war der Regionswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, auf den sich der Burgdorfer Ortsteil derzeit sehr engagiert vorbereitet. Die Präsentation einer in die Zukunft ausgerichteten Ortschaft Otze findet am Donnerstag, 30. Juni, ab 8.30 Uhr statt. Dann wollen die Otzer eine 17-köpfige Wettbewerbs-Jury von ihren zweifellos vorhandenen Vorzügen überzeugen.
Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann meint bei Otze für diese Konkurrenz „gute Karten“ erkannt zu haben, denn der Schwerpunkt bei der Bewertung liegt in diesem Jahr auf der „Versorgung und Infrastruktur“. Dazu hat der tatkräftige und verantwortliche Arbeitskreis der Jury bereits eine farbige Broschüre eingereicht, die den Damen und Herren schon vor ihrem inspizierenden und lediglich 90 Minuten dauernden Besuch Otzes Stärken und Talente anschaulich machen soll. Die Werbeschrift beschreibt eine landwirtschaftlich geprägte Dorfidylle mit zahlreichen Biotopen und einer heimatverbundenen Gemeinschaft, in der über 20 Vereine und Verbände zuhause sind. „Darüber hinaus besitzt Otze eine Kinderkrippe, einen Kindergarten und eine Grundschule, die auf dem Weg zu einer Ganztagsschule ist, sowie exzellente Einkaufsmöglichkeiten in den Hofläden Lahmann und Meyer. Ferner bieten (Sport-)Vereine und die Swin Golf-Anlage attraktive Freizeitbeschäftigungen. Schnelle htp-Internetanschlüsse sowie eine intakte Infrastruktur mit Anbindungen an die B3, mit einem S-Bahnhof für den Öffentlichen Personennahverkehr in Richtung Celle und Hannover sowie regelmäßige Busverbindungen nach Burgdorf sind weitere Pluspunkte im Anforderungsprofil“, erklärte Andreas Schrapel, der am Stichtag als „Moderator“ auftreten wird. In Otze sei eben „Leben mit elementarer Grundversorgung“ möglich, fasste Schrapel zusammen.
Damit die Jury auch die insgesamt rund 2.400 Quadratmeter Fotovoltaikfläche zu sehen bekommt, ist mit der Bewertungskommission eine Kutschfahrt geplant, die an der Otzer Grundschule ihre Besichtigungstour aufnehmen wird. Dann geht es unter anderen zu den Stationen „S-Bahnhof“, wo vielleicht ein Reisender mit einem Kofferaufkleber „Paris“ auf seinen Zug wartet. Hernach ins Neubaugebiet und zur Hofschmiede Lahmann. Weiter zur alten Otzer Kapelle und über den „Lindenbrink“ bis hin zum „Altenteilerhaus“ im pittoresken Fachwerkensemble „Am Speicher“ mit „Backs“ und der Burgdorfer Standesamt-Außenstelle.
Es sei ein Riesenpech, dass das Dorf sein Programm an einem Werktag zu so frühem Zeitpunkt präsentieren muss, sagte Jan-Hinrich Brinkmann. Damit dennoch die „lyrisch-atmosphärische Lebendigkeit Otzes“, so der Stadtplaner, für das Jurorenkommitee erlebbar werde, bat Ortsbürgermeister Carl Hunze „seine“ Otzer, ihre Alltagsaktivitäten an diesem richtungsweisenden Tag zeitlich etwas vorzuverlegen.