„Improvisation pur“ beim Konzert der „Jive Sharks“

„The Jive Sharks“ mit Organisator Paul Rohde und der neuen CD „Mouseme 42“. (Foto: Jazzfreunde)

1. Burgdorfer Boogie Woogie Festival am 20. Oktober

BURGDORF (r/jk). Mit einem Jump ‘n’ Jive Gig feierte der Kulturverein Jazzfreunde Altkreis Burgdorf sein sechsjähriges Bestehen. Der Saal im Haus der Jugend mit professioneller Technik war der perfekte Rahmen für das Konzert der Berliner Kultband „The Jive Sharks“.
Die große Bandbreite – Swing & Rock ‘n’ Roll, Boogie und Jump ‘n’ Jive – der Profiband und die einmalige Moderation von Bandleader Fritz Mikefoun aus Rostock sorgte für Begeisterung beim Publikum. Die Fans waren aus Bielefeld, Paderborn, Garbsen und Berlin angereist.
Es kommt nicht oft vor, dass eine Band über viele Jahre in fester gleicher Besetzung spielt. Hier ist das der Fall, obwohl die Musiker in anderen Bands und Aufgaben reichlich beschäftigt sind. Die drei Bläser Nik Leistle, Nicky Noiser und Patrick Brown sind zum Beispiel Mitglieder des Berliner Jazz Orchestras. Saxophonist Brown gehört dem Jazz Collegium Berlin um die legendäre Ruth Hohmann an. Pianist Christian Weichert spielt bei den Ballroom Kings, Berlin Blues Brothers und anderen. Sie sind Studiomusiker und Begleiter diverser internationaler Stars der Blues- und Pop-Szene. Auch Drummer Kevin Mc Laughlin (USA) ist in diversen Bands (auch als Salsa-Band) unterwegs.
In der zweiten Pause wurde kurzfristig eine Einlage mit Boogie-Pianist und Publikumsliebling Niels von der Leyen eingeschoben. Von der Leyen traf auf Drummer Kevin McLaughlin und Bassist Fritz Mikefoun, die er beide bisher nicht kannte. Und es ergab sich eine kleine unvorbereitete Session, die die Fans begeisterte. Niels von der Leyen machte damit Werbung für das 1. Burgdorfer Boogie Woogie Festival am 20. Oktober 2012, bei dem vier erstklassige Pianisten an zwei Flügeln im Johnny B. auftreten werden.
Das Publikum ließ die „Jive Sharks“ erst nach Zugaben kurz vor Mitternacht von der Bühne. Höhepunkt war einmal mehr Mikefouns improvisierte Version von Louis Jordans „Caldonia“, das jedes Mal anders vorgetragen wird und durch einmaligen Scat-Gesang glänzt.