Im Wandel der Zeiten

Das Burgdorfer Bahnhofsgebäude im Jahr 1928. (Foto: VVV/Archiv)
 
Das Burgdorfer Bahnhofsgebäude heute. (Foto: VVV/Joachim Lührs)

Die KulturWerkStadt zeigt die Ausstellung „Stadtbilder – Burgdorf gestern und heute“

Burgdorf (r/fh). Mit der Fotoausstellung „Stadtbilder – Burgdorf gestern und heute“ wird die KulturWerkStadt, Poststraße 2, nach der monatelangen Corona-Pause wieder geöffnet. Vom Sonntag, 6. September, bis zum Sonntag, 11. Oktober, werden dort historische Aufnahmen von Straßen und Häusern gezeigt, denen jeweils ein aktuelles Foto des gleichen Standortes gegenüber gestellt wird. Die Schau ist jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten.
Zum verkaufsoffenen Sonntag mit Kunstmarkt und Kunstmeile am 6. September öffnet sie ausnahmsweise von 12 bis 18 Uhr und zum Region-Entdeckertag am 13. September von 11 bis 17. Ab 14 Uhr führt dann der ehemalige Bürgermeister Alfred Baxmann durch die Schau. Die Teilnehmerzahl ist auf neun Personen begrenzt und es ist eine Anmeldung erforderlich bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862.
Einen weiteren Rundgang durch die Ausstellung bietet Christoph Adolph am Sonntag, 27. September, ebenfalls ab 14 Uhr an. Teilnehmerkarten für maximal neun Personen gibt es ebenfalls bei Bleich Drucken und Stempeln, unter Angabe der Kontaktdaten.
Als Sonderausstellung werden in der KulturWerkStadt außerdem ausgewählte, von einer Jury ausgezeichnete Arbeiten des Ideenwettbewerbs „Burgdorf 2020“ zu sehen, den Stadtmarketing Burgdorf im Themenjahr 2011 „Burgdorf schreibt Geschichte!“ für die Schulen der Stadt ausrichtete. Dabei ging es darum, kreative Ideen zu entwickeln, wie das Leben in der Stadt im Jahr 2020 aussehen könnte. Entstanden sind unter anderem originelle und einfallsreiche Zeichnungen, Collagen, Texte und Gedichte, die nun noch einmal der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Viele Gebäude bis heute erhalten


In der Ausstellung „Stadtbilder – Burgdorf gestern und heute“ sind historische Aufnahmen aus dem VVV-Archiv zu sehen, denen jeweils ein aktuelles Foto gegenüber gestellt wird, das Joachim Lührs aus der gleichen Perspektive abgelichtet hat. So wird einerseits sichtbar, wie sich das Erscheinungsbild Burgdorfs gewandelt hat - anderseits zeigt sich aber auch, dass der historische Stadtkern nahezu unverändert geblieben ist.
Bei vielen Bildpaaren ist der Wiedererkennungswert trotz der zeitlichen Differenz sehr groß. Das trifft beispielsweise auf das historische Rathaus I an der Marktstraße, die ehemalige Synagoge an der Poststraße (heute: KulturWerkStadt) und das Umfeld des „Schwarzen Herzogs“ zu, wenn auch die Gaststätte und das Hotel mittlerweile geschlossen sind. Deutlich größer ist der Unterschied hingegen bei dem Haus an der Schillerslager Straße 20: Wo heute ein Autoteilehändler ansässig ist, befand sich 1956 noch die Gaststätte Birkhahn.

Nach Plänen des Hofbaumeisters

Einen ersten tiefgreifenden Modernisierungsschub für die Stadt bedeutete der Anschluss an die Eisenbahn. 1850 baute die Königlich-Hannoversche Eisenbahndirektion das erste Burgdorfer Bahnhofsgebäude an der 1845 fertiggestellten Strecke Lehrte–Celle. An der Planung wirkte auch der hannoversche Hofbaumeister Laves mit. In den Jahren 1959 und 1985 kam es zu Umbauarbeiten, denen sich 2000 grundlegende Modernisierungsmaßnahmen anschlossen. Lediglich das zweistöckige Gebäude mit den Rundbogenfenstern stammt noch aus dem Jahre 1850. Fotos aus dem Jahre 1928 und aus heutiger Sicht zeigen den Wandel des Burgdorfer Bahnhofs.