Im ruhigen Fahrwasser in einen besinnlichen Advent

Fritz Waschkus (Mi.) wurde zur Ehrung für seine 70jährige SoVD-Mitgliedschaft durch Adolf W. Pilgrim und Christa Weilert-Penk (v.li.) von Sohn Wolfgang (re.). begleitet. Foto: Georg Bosse

Burgdorfer SoVD ehrt Fritz Waschkus für 70jährige Mitgliedschaft

BURGDORF (gb). Ein personell und strukturell turbulentes Jahr, hat der Burgdorfer Ortsverband des Sozialverband Deutschlands (SoVD) am vergangenen Samstag mit einer stimmungsvollen Adventsfeier im StadtHaus zum Abschluss gebracht. „Jetzt befinden wir uns wieder in einem ruhigen Fahrwasser, um uns auf die besinnliche Adventszeit einstimmen zulassen“, sagte SoVD-Vorsitzender Adolf W. Pilgrim zur Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste. Unter ihnen die Vorsitzenden der örtlichen Wohlfahrtsverbände DRK und AWO, Gero von Oettingen bzw. Dieter Frank sowie Wolf Büttner vom Seniorenrat und die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch (Uetze).
Darüber hinaus brachte Pilgrim in seiner Willkommenheißung zum Ausdruck, dass die sich ständig ausbreitende, weltweite Digitalisierung die Demokratie gefährden könnte, die es mit Zivilcourage, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen, zu verteidigen gelte: „Deshalb müssen wir im Gespräch bleiben und Solidarität leben.“ Bürgermeister Alfred Baxmann schickte seinem Grußwort voraus, dass Besinnliches nicht sein Hauptfach sei. Stattdessen nannte er den SoVD eine „Selbstverteidigungsgruppe“, die bei gesellschaftlichen und sozialen Fehlentwicklungen ihre Stimme erhebt: „Das Klima in der Gesellschaft wird rauer und der Egoismus ergreift immer mehr Raum. Das führt dazu, dass die (eigenen) Freiheiten bis ins Absurde hinein genutzt werden. Der Graben zwischen Arm und Reich ist ein sozialer Sprengstoff, der entschärft werden muss. Dabei beweist der SoVD, dass die wirtschaftlich Schwächeren die sozial Stärkeren sein können.“
Besinnliche Adventsgedanken lieferten an diesem Nachmittag Pastor i.R. Michael Schulze und Pfarrer Martin Karras von der katholischen St. Nikolaus-Pfarrgemeinde. Sie drehten sich um gute Gewohnheiten, unumgehbare Verpflichtungen und um Jesus als letzter Halt und Hoffnung.
Bevor der Programmablauf, die jungen Artisten des Kinder- und Jugendzirkus` „Kritzpritzknuckelmuckeldü“ vom JohnnyB. zu ihren turnerischen Vorführungen aufrief, hatten Adolf W- Pilgrim und seine Stellvertreterin Christa Weilert-Penk eine erfreuliche Pflicht wahrzunehmen.
Der Burgdorfer SoVD-Ortsverband zählt gut 2100 Mitglieder. Einer von ihnen ist Fritz Waschkus aus Burgdorf, der bereits 1952 dem Sozialverband (ehem. Reichsbund) beitrat. Für seine sage und schreibe 70jährige Mitgliedschaft wurde der heute 92-Jährige mit Anstecknadel, Blumen und Urkunde geehrt.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte Akkordeon-Künstler Manfred Weiss mit klassischen Weihnachtsliedern und einer gesungenen Liebeserklärung an Burgdorf.