Ideenwettbewerb „Zuhause hat Zukunft“ prämierte „Die Versilberten“

Janin Kausche-Ehrenberg, 2. Vorsitzende des Frauen- und Mütterzentrums, freut sich über den zweiten Preis, den sie aus der Hand von „Wege aus der Einsamkeit e.V.“-Vorstand Dagmar Zita Hirche (rechts) und Staatsrat Dr. Michael Voges entgegen nimmt. (Foto: Kerstin Schiemenz (Wege aus der Einsamkeit e.V.))

Burgdorfer Initiative gewinnt 2. Platz des bundesweiten Wettbewerbs

HAMBURG/BURGDORF (r/jk). Der Verein „Wege aus der Einsamkeit“ hat gemeinsam mit dem Hamburger Staatsrat der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Michael Voges, die Gewinner des Ideenwettbewerbes „Zuhause hat Zukunft“ ausgezeichnet. Zu gewinnen gab es Preisgelder in einer Höhe von insgesamt 5.000 Euro, die für die Projekte eingesetzt werden. Den ersten Platz erhielt das DORV-Zentrum in Barmen (nähe Aachen), ein moderner Tante-Emma-Laden, der die Nahversorgung - gerade für ältere Menschen - mit Dienstleistungen und Lebensmitteln sicher stellt.
Zweiter Gewinner wurden „Die Versilberten“ aus Burgdorf. Die Idee, wonach sich mobile, geistig fitte und rüstige Senioren um schwache alte Menschen kümmern und so selbst eine weitere wichtige Aufgabenstellung im Leben haben, belohnte die Jury mit einem Preisgeld über 1.500 Euro, die nun für weitere Maßnahmen zur Umsetzung des Konzeptes eingesetzt werden können.
Als dritter Sieger wurde „Älter werden in Dietzenbach“, ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt, benannt. Das Projekt macht insbesondere türkische alte Menschen mit den Fragen des Alterns in Deutschland vertraut. 500 Euro Preisgeld fließen nun in diese Maßnahme.
Der Verein „Wege aus der Einsamkeit“, der sich für die Verbesserung der Lebensumstände alter Menschen einsetzt, hatte zu dem bundesweiten Ideenwettbewerb aufgerufen. „Zuhause hat Zukunft“, so der Titel, soll Projekte fördern, die es alten Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause zu leben. Vereinsvorstand Dagmar Zita Hirche: „Es ist schockierend, wie groß die Angst ist, sein Zuhause im Alter verlassen zu müssen. Dabei gibt es hervorragende Projekte, die die Versorgung im Alter erleichtern. Doch diese Konzepte und Ideen müssen gefördert werden – wenn sie nur in der Schublade liegen, nutzen sie den Senioren nichts!“
„Der Hamburger Senat dankt dem Verein „Wege aus der Einsamkeit“ für die Durchführung des Wettbewerbs „Zuhause hat Zukunft“. Der Senat unterstützt die Zielrichtung dieses Wettbewerbs ausdrücklich, denn der Trend geht ganz eindeutig dahin, dass die Menschen auch im Alter in ihrer vertrauten Umgebung – eben Zuhause – bleiben möchten. Die Sozialbehörde unterstützt eine Vielzahl an Maßnahmen, damit sich die Menschen auch im Alter und bei Krankheit Zuhause so wohl wie möglich fühlen. Doch auch die Gemeinschaft muss sich öffnen und eventuell bestehende Hemmschwellen im Umgang mit Älteren und Pflegebedürftigen abbauen, damit mehr soziale Kontakte entstehen“, sagte Staatsrat Dr. Michael Voges.
Wege aus der Einsamkeit e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebensumstände alter Menschen und ihre Stellung in der Gesellschaft ein. Es gilt, akute Notsituationen zu lindern, Projekte und Initiativen zu unterstützen. Armut, Krankheit und Isolation im Alter sind Themen die zu selten öffentlich gemacht werden und die Betroffenen oftmals vor eine scheinbar ausweglose Situation stellen. „Wege aus der Einsamkeit“ will hier vorbeugen. Der Verein unterstützt Konzepte, die sich mit Themen rund ums Altern beschäftigen und hat den bundesweiten Ideenwettbewerb „Zuhause hat Zukunft“ ausgeschrieben. Weitere Informationen: www.wegeausdereinsamkeit.de oder www.zuhause-hat-zukunft.de