„Ich bin immer da, wenn man mich braucht“

Alfred Baxmann feierte mit Ehefrau Elke im SPD-Parteibüro seine Wiederwahl zum Burgdorfer Bürgermeister. (Foto: Jens Kamm)

Alfred Baxmann gewinnt Bürgermeisterwahl in Burgdorf deutlich

BURGDORF (jk). Alfred Baxmann (SPD) heißt der alte und neue Bürgermeister in Burgdorf. Mit 59,8 Prozent der Stimmen setzte sich Baxmann bei der Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag deutlich vor seinem direkten Mitbewerber Mirco Zschoch (CDU) durch, der auf lediglich 29,3 Prozent kam.
„Dieses hervorragende Ergebnis ist eine Bestätigung, dass ich als Bürgermeister in Burgdorf in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit gemacht habe und die Bürger akzeptieren, was ich für diese Stadt tue“, benannte Alfred Baxmann nach der Bestätigung des Endergebnisses die Gründe für seinen Wahlerfolg. „Ich bin immer da, wenn man mich braucht und die Bürger nehmen mir ab, was ich mache. Dadurch habe ich mir viel Glaubwürdigkeit erarbeitet.“ Sein Dank gehe aber vor allem an die Mitarbeiter in der Burgdorfer Stadtverwaltung und die Mehrheitsgruppe im Stadtrat, ohne die er nicht so erfolgreich habe arbeiten können.
Für seine neue Amtsperiode nannte Alfred Baxmann den weiteren Ausbau Burgdorfs zu einer familienfreundlichen Stadt, hier insbesondere die weitere Verbesserung der Krippen- und Schulsituation, den Umbau der Innenstadt und die Entwicklung der Verkehrsführung als Ziele. Vor allem für den Einzelhandel müsse die Innenstadt weiter attraktiv gestaltet werden.
Enttäuscht über sein Wahlergebnis war unterdessen der CDU-Kandidat Mirco Zschoch. Nach der Podiumsdiskussion und der Wahlkampfarbeit auf der Straße und in den Burgdorfer Haushalten hatte Zschoch mit wesentlich mehr Zuspruch gerechnet. „Mir ist natürlich klar gewesen, dass es gegen einen Amtsinhaber, der so präsent ist, schwer werden würde“, sagte Mirco Zschoch. „Daher hatten wir meine Kandidatur auch frühzeitig bekannt gegeben, um Zeit zu haben, mich bekannter zu machen. Über dieses Ergebnis bin ich dann natürlich enttäuscht.“ Allerdings schließt der Versicherungsjurist nicht aus, dass er noch einmal einen zweiten Anlauf auf das Bürgermeisteramt macht. „Ich bin ausdauernd und gebe nicht so leicht auf“, so Zschoch, der vor allem die Konsolidierung des Burgdorfer Haushalts als vorrangiges Ziel für seine kommende politische Arbeit im Stadtrat sieht.
Sehr zufrieden mit seinem Ergebnis war der parteilose Mitbewerber Frank Michael Voigt, der auf 6,4 Prozent der Stimmen kam und damit sogar den Linken Michael Fleischmann (4,6 Prozent) übertraf. „Ich hatte im Gegensatz zu den etablierten Parteien nur einen Minietat zur Verfügung, habe aber durch viel Fußarbeit in den Haushalten Stimmen geholt“, analysierte der Polizeibeamte, der bei seiner Tour durch 3000 Burgdorfer Haushalte „zwei Paar Schuhe verschlissen hat“.
Aber auch Michael Fleischmann war mit seinem Ergebnis nicht unzufrieden. „Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei den knapp 600 Wählerinnen und Wählern bedanken, die mich als Bürgermeisterkandidat gewählt haben“, kommentierte Michael Fleischmann den Ausgang der Bürgermeisterwahl in Burgdorf.