Hülptingser Schützen feierten Auftakt der Schützenfestsaison mit Traumwetter

Die Majestäten von Hülptingsen präsentierten sich vor der von Martin Wöhler gesteuerten Kutsche: Pascal Peldszus, Larissa und Anne Berkhahn (v.l.). (Foto: Holger Staab)
 
Die erste Gewinnerin der Beerbuschscheibe heißt Celine Kendziorra-Meyer, hier mit ihren Eltern Matthias und Carmen, die die Tochter beim Umzug begleiteten. (Foto: Holger Staab)

Schützenverein Hülptingsen feiert mit Oma und Enkelin die Königinnen

HÜLPTINGSEN (hs). Es beginnt traditionell mit dem „Kranzbinden“ am Donnerstag und hört auf mit dem „Kehraus“-Treffen am Montag. Gemeint sind das Schützenfest in Hülptingsen und der Beginn der Schützenfestsaison im Jahr 2011. Am vergangenen Wochenende hatten das kleine Dorf am Rande von Burgdorf dabei mehr als Glück, denn das Wetter war traumhaft, an allen Tagen strahlte die Sonne mit den Schützen um die Wette. Im Festzelt waren die Uniformjacken schnell gegen leichtere Bekleidung oder „Marscherleichterung“ getauscht. Eigentlich wird das Schützenfest des Schützenvereins Hülptingsen von 1979 e.V. traditionell ja bereits am letzten Wochenende im April gefeiert, wegen der Osterfeiertage und dem 1. Mai wurde aber das vergangenen Wochenende ausgeguckt und das brachte Hülptingsen dann auch das erhoffte Topwetter und eine tolle Stimmung.
Der Start ist für die Damen im Verein aber immer das Kranzbinden am Donnerstag. Diesmal trafen sich sieben Frauen auf dem Bethmannschen Hof und verrichteten ihre Arbeit. Dabei konnte auch schon die neue Königin des Dorfes beobachtet werden. Anne Berkhahn war eifrig mit dem Binden beschäftigt, sie wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie zwei Tage später als Königin proklamiert wurde, dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, die Gruppe aus zwölf Damen, die der 70-köpfige Schützenverein hat, zu unterstützen. Neben Berkhahn waren Marianne Bethmann, Irene Kleinschmidt, Sandra Dessaur, Monika Reupke, Iris Trautvetter und Anna-Maria Ehrhardt sehr eifrig und konnten die für den Festplatzeingang bestimmte Girlande rechtzeitig fertig stellen. Der Abschluss beim Grillen war am Abend dann wie immer gemütlich. Und „Oma“ Berkhahn, die die Hülptingser Männerdomäne nach sechs Jahren mit einem 8,4 und 30,7 Teiler durchbrach, wusste schon, das ihr Enkelkind Larissa auch die Königskette am Sonntag beim Umzug den Zuschauern präsentieren konnte. Sie wurde Kinderkönigin mit einem 72,4-Teilerschuss. So blieben die Ketten an der Familie Berkhahn hängen. Schon im vergangenen Jahr sicherte sich Larissas Papa Sven Berkhahn den Königstitel.
„Freitag steht dann ganz im Zeichen der Männer“, meinte die neue Königin, dann sind die Männer gefordert und müssen „Grünes Holen“, denn damit werden die Straßenränder geschmückt, damit bei den Umzügen am Sonnabend zum Abholen der alten Könige, zum Anbringen der Scheiben bei den neuen Königen und beim traditionellen Ausmarsch am Sonntag alles herausgeputzt ist. Begleitet wurden die Schützen dabei vom Schillerslager Spielmannszug und den Wikingern aus Burgdorf.
Am Sonnabend stand im Festzelt die offizielle Proklamation der Schützen auf der Tagesordnung. Neben der genannten Königin und Kinderkönigin wurde als Jugendkönig ein Neuling im Verein gekürt. Der 16-jährige Pascal Peldszus konnte mit 56,1 Teiler gewinnen.
Die Ehrungen der Könige sorgten für den Höhepunkt vor dem Tanzabend, der diesmal zu einem Schlagerkarussell wurde. DJ „Pitschy“ heizte die Besucher richtig ein, obwohl die Temperaturen im Zelt bereits den Siedepunkt erreicht hatten.
Vor dem großen Schützenausmarsch am Sonntag, der bei allen Schützenfesten in der Region der Höhepunkt ist, bei wieder strahlendem Sonnenschein und schweißtreibenden Plusgraden wurden beim Königsessen die Pokale und Orden an die Mann und die Frau gebracht. Die neue Erinnerungsscheibe, die von den Schützen für das Neubaugebiet Beerbusch gestiftet wurde, erhielt Celine Kendziorra-Meyer. Die Beteiligung beim Schießen war für den Vorsitzenden Gerd Berkhahn allerdings sehr enttäuschend. Großer Abräumer bei den Orden und Pokalen war Achim Hilse mit sieben gewonnenen Pokalen und Ehrenzeichen.
Am Nachmittag wurde dann wieder zünftig gefeiert, denn beim Kaffeetrinken und dem Verzehr von selbstgebackenem Kuchen stieg die Stimmung und die Freude über ein gelungenes Fest, auch wenn die Hülptingser sich über mehr Beteiligung im Verein, gerade von den Neubürgern des Neubaugebietes, freuen würden.
Eigentlich sollte der Montag dann zumindest als Ruhetag genutzt werden, nicht so in Hülptingsen. Die Schützen ziehen am Montagmorgen zum „Kehraus-Treffen“ um die Häuser. Dabei wurden von den Bürgern des Dorfes bereitgestellte Naturalien, Getränke und Spenden gesammelt, die für die Jugend- und Vereinsarbeit genutzt werden.