Hohe Durchfallquote beim Jugendschwimmabzeichen

Jürgen Badtke (li.), Schwimmmeister und Vorstandsmitglied im DLRG Burgdorf, bespricht mit den jungen Teilnehmern die Zielvorgaben zur Prüfung für das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in „Bronze“, „Silber“ oder „Gold“. (Foto: Georg Bosse)

Defizite beim Langstreckenschwimmen und -tauchen

BURGDORF (gb). Jüngst hat die DLRG Burgdorf für interessierte Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 15 Jahren die Abnahme des Jugendschwimmabzeichens durchgeführt. Das Training startete im Hallen-/Freibad Burgdorf mit annähernd 70 Kindern. Aber es stellte sich schnell heraus, dass rund 40 Prozent der Teilnehmer/-innen ihr Bronze-, Silber- oder Goldabzeichen wohl nicht erhalten würden.
„Es ist schon sehr erstaunlich, dass viele Kinder und Jugendliche lediglich „Spaßschwimmen“ beherrschen. Die Erfüllung der Anforderungen für die gestaffelten Jugendschwimmabzeichen gestaltete sich als schwierig, weil größere Probleme beim Langstreckenschwimmen sowie beim Strecken- und Tieftauchen offensichtlich wurden“, erklärte Burgdorfs 1. DLRG-Vorsitzender Jürgen Grethe. Darüber hinaus stellten sich auch die Stilarten Kraul und Rückenschwimmen als „harte Nuss“ für die Kinder und Jugendlichen am „Nassen Berg“ heraus. Für das Deutsche Jugendschwimmabzeichen „Gold“ muss man aber beispielsweise die Technik des „Rückenschwimmens mit Grätschschwung“ im Griff habe, um in einer Notsituation hilflose Badende abschleppen zu können.
Jürgen Grethe sowie DLRG-Jugendwart Jan Gundlach, Ulrich Badtke (Technischer Leiter) und Bernd Scheferling (Vorstands-Beisitzer), allesamt mit der DLRG-Ausbilderqualifikation ausgestattet, hatten allerdings noch mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Während des fünftägigen Trainings musste die Gruppe wegen des kühlen und windigen Wetters zeitweise in das Hallenbecken ausweichen, wo gleichwohl zahlende Badegäste ihre Bahnen zogen.