Hilfe bei der Rente

Karl-Heinz Dralle hat in seinem Büro eine Plexiglasscheibe als Schutz installiert. Er selbst und die Ratsuchenden tragen während der Gespräche eine Maske.

Ehrenamtlich beraten vornehmlich per Telefon und E-Mail

Burgdorf (r/fh). Wer Fragen zur Rente hat oder Hilfe bei der Antragstellung benötigt, kann sich auch in Zeiten der Corona-Epidemie weiterhin beraten und unterstützen lassen. Der ehrenamtliche Versichertenberater Joachim Niehoff kümmert sich vornehmlich um die Kunden der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Er bietet im Moment zwar keine persönlichen Gespräche vor Ort an, ist aber per Telefon und E-Mail erreichbar. „Das wird gut angenommen und die meisten sind froh, dass sie das trotz der gegenwärtigen Beschränkungen erledigen können“, so Niehoff. Letztlich liefe es ganz ähnlich ab, als wenn man sich gegenüber sitze. Und die Unterlagen könnten dann gegebenenfalls digital oder per Post zugesandt werden.
Auch Karl-Heinz Dralle, ehrenamtlicher Berater der Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, setzt zur Zeit verstärkt auf die Unterstützung per Telefon und E-Mail. Dokumente und Anträge können bei ihm aber auch persönlich abgegeben werden und im Einzelfall sind auch Gespräche vor Ort möglich.
Allerdings nicht wie sonst im Büro des Senioren- und Pflegestützpunktes an der Hannoverschen Neustadt, sondern nur bei ihm zu Hause. „Ich habe mein Büro extra entsprechend umgebaut“, erläutert Dralle. So sorge etwa ein großer Tisch für ausreichend Abstand zwischen ihm und dem Ratsuchenden und zusätzlich habe er in der Mitte eine Plexi­glasscheibe als Schutz installiert.
Außerdem bittet er die Besucher, während der Beratung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Aber auch wer das vergesse, werde nicht abgewiesen. „Meine Frau hat insgesamt rund 170 Masken genäht“, sagt er. Einen Großteil habe sie an Verwandte und Bekannte verteilt, aber auch für die Beratungsgespräche habe er noch einen kleinen Vorrat. „Wer also keine eigene Maske mitbringt, bekommt einfach eine“, so Dralle.
Die Zahl der Anfragen sei in den zurückliegenden Wochen allerdings deutlich geringer gewesen als üblich. Hätte er im April und Mai sonst rund 100 Beratungen gehabt, seien es nun nur 40 gewesen. „Wenn jemand sehr frühzeitig anfragt, schlage ich vor, den Termin auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, fügt der Versichertenberater hinzu. Doch das sei nicht immer möglich: Bei der Hinterbliebenenrente seien die Fristen beispielsweise sehr kurz. „Wenn es wirklich dringend ist und der Ratsuchende keine Möglichkeit hat, selbst zu kommen, mache ich notfalls auch nach wie vor Hausbesuche“, so Dralle.
Die ehrenamtlichen Rentenberater:
* Deutsche Rentenversicherung Bund: Joachim Niehoff, Telefon (05136) 83884, E-Mail: joachimniehoff@arcor.de
* Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover: Karl-Heinz Dralle, Telefon (05136) 1784, E-Mail: karl-heinz.dralle@htp-tel.de