Heesseler SV stimmt sich auf die neue sportliche Heimat ein

Die Mannschaft des Heesseler SV: stehend hinten v.l. Trainer Niklas Mohs, Marius Gogol, Yilmaz Dag, Marvin Maczuga, Rezan, Bilmez, Jonas Künne, TW-Trainer Jörg Halm, Kotrainer Simon Kirsch; mittlere Reihe v.l. Niklas Rohden, Hendrik Großöhmichen, Ronny Schäfer, Jannis Iwan, Lukas Altsinger, Steven Kriesten, Henrik Franke, Serhat Ediz; vorne v.l. Kesip Caran, Jannik Bahls, Mark Wielitzka, Marco Dubberke, Benjamin Brosche, Philip Hellberg, Jan-Hendrik Matthes, Sahin Caran. (Foto: kd)

Neue Duplexkarte bietet Anhängern aus Heeßel und TSV Burgdorf viele Vorteile

HEESSEL (kd). Es wird für Trainer Niklas Mohs und seine Spieler vom Heesseler SV etwas ungewohnt vorkommen, wenn sie nach den Vorrundenspielen der Gruppe A des MARKTSPIEGEL-Cups mit den Partien am Montag, 20. Juli, ab 18.30 Uhr gegen den FC Lehrte, am Donnerstag, 23. Juli, ab 18.30 Uhr gegen SuS Sehnde sowie am Montag, 27. Juli, ab 20 Uhr gegen den Landesligarivalen SV Ramlingen/Ehlershausen I Abschied nehmen müssen von ihrer seit Jahren vertrauten Anlage an der Dorfstraße 44 in Heeßel.
Zwar wird die Heeßeler Landesligamannschaft ihren wöchentlichen Trainingsbetrieb, wie gehabt, weiterhin in Heeßel absolvieren, doch werden in Zukunft alle Pflichtspiele des Heesseler SV in der MARKTSPIEGEL-Arena in Burgdorf an der Sorgenser Straße stattfinden. Einen Probelauf für die kommenden Punktspiele mit dem Saisonstart am 9. August bei der TSV Burgdorf kann die Heeßeler Mannschaft bereits am Donnerstag, 30 Juli, auf dem neuen Terrain unternehmen, sofern sie in ihrer Vorrundengruppe einen der beiden ersten Plätze erreicht, die zum Einzug in das Halbfinale berechtigen, das ebenso wie die Finalspiele in der MARKTSPIEGEL-Arena ausgetragen wird.
Duplexkarte ist der Hit
„Ich bin von unseren Vereinsverantwortlichen gefragt worden, ob ich mit meiner Mannschaft weiterhin in Heeßel oder bereits in Burgdorf spielen möchte. Da beide Vereine ab der Saison 2016/2017 ohnehin zu Grün-Weiß Burgdorf-Heeßel fusionieren, habe ich mich dafür entschieden, bereits ab dieser Saison in Burgdorf zu spielen. Ich bin fest davon überzeugt, dass der wesentlich größere Platz in Burgdorf unserem Spiel entgegenkommt“, zeigt sich Niklas Mohs zuversichtlich, dass sich der Umzug für seine Mannschaft bereits in dieser Saison lohnt. Um die Zuschauer beider Vereine bereits auf den Geschmack kommen zu lassen, bieten beide Vereine ab sofort eine Dauerkarte für die Fußballsaison 2015/2016 an, die zum Besuch der Fußballspiele beider Vereine berechtigen. Die Duplexkarte, wie die offizielle Bezeichnung lautet, berechtigt zum Besuch aller Heimspiele beider Mannschaften, wobei sich die Preise für eine Saison zwischen 30 Euro für Jugendliche und 100 Euro für Erwachsene bewegen. Ein deutlicher Preisvorteil also für die Fußballanhänger beider Vereine.
Es ist also bereits einiges im Fluss für die anstehende Fusion. „Doch in dieser Saison werden sowohl wir vom Heesseler SV als auch die TSV Burgdorf alles daran setzen, eine möglichst gute Platzierung in der Landesliga zu erreichen, wobei ich derzeit nur für den Heesseler SV sprechen kann. Wir wollen auf jeden Fall kurz- bis mittelfristig in die Oberliga aufsteigen. Das ist sowohl mein persönliches Ziel als das auch der Mannschaft. Dieses Ziel werden wir uns gemeinsam erarbeiten, wobei am vergangenen Wochenende beim dreitägigen Trainingslager in Hohne bei Celle bereits die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison geschaffen wurden“, so Mohs. Dass die Messlatte für sein Team sehr hoch hängt, weiß auch Niklas Mohs. „In den letzten beiden Jahren sind wir Dritter und Zweiter geworden. Da erübrigt sich eigentlich die Frage, was wir diesmal werden wollen“, vermeidet es der HSV-Coach dennoch, das Wort Meisterschaft in den Mund zu nehmen. „Wir wollen wieder oben mitspielen“, ließ sich Mohs auf Anfrage dennoch entlocken.
„Die alles andere als erfolgreichen Resultate bei den Spielen des PORTA-Cup in Ramlingen spielen bei mir daher auch nur eine untergeordnete Rolle. Ich ordne den Trainingsbetrieb nicht dem Spielbetrieb in der Vorbereitung unter. Für mich sind diese Spiele ausschließlich eine zusätzliche Trainingseinheit“, stellte Heeßels Trainer noch einmal klar, um für die Spiele beim MARKTSPIEGEL-Cup eine Marschrichtung vorzugeben. „Das Erreichen des Halbfinales sollte für meine Mannschaft trotz der harten Trainingseinheiten aber ein realistisches Ziel sein."
Aufstieg kein Muss
Abgehakt hat Niklas Mohs spätestens nach der gemeinsamen Mannschaftsfahrt nach Mallorca den verpatzen Aufstieg seines Heesseler SV in die Oberliga. „Ich glaube, es war ein Kopfproblem bei meinen Spielern“, mutmaßt Heeßels Trainer, für dessen Mannschaft eigentlich alles sprach. Neun Heimspiele waren die Heeßeler ohne Punktverlust geblieben, ehe der TuS Sulingen kam und die Erfolgsserie des kleinen HSV mit einem 1:0-Auswärtssieg beendete. Dabei hatten die Heeßeler noch in der Hinserie für Furore gesorgt, als sie sich mit 35 Punkten die inoffizielle Herbstmeisterschaft sicherten. Dagegen sprangen in der Rückserie für die Mannschaft von Trainer Niklas Mohs nur noch 25 Punkte heraus, was nur für Rang 6 in der Rückrundentabelle reichte. „Da haben wir nichts mehr gerissen“, musste auch Heeßels Coach eingestehen, der auch in dem langwierigen, verletzungsbedingten Ausfall seines Torjägers Kesip Caran einen der Gründe sah, weshalb seine Mannschaft aus der Erfolgsspur kam.
„Immerhin hat uns Kesip nahezu die gesamte Rückserie gefehlt. Trotzdem ist er mit 18 Treffern achtbester Torschütze der Landesliga geworden“, betonte noch einmal Heeßels Coach, der in dem Ausfall seines Torjägers aber nicht die Hauptgründe sah, weshalb es nicht zum Titel reichte. „Es hat meiner Mannschaft sicherlich auch ein wenig an Routine gefehlt. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass wir in unserem Kader leichte Korrekturen vorgenommen haben und mit dem 33-jährigen Yilmaz Dag vom SV Ramlingen/Ehlershausen und dem 26-jährigen Patrick Schuder vom HSC Hannover gleich zwei erfahrene Spieler verpflichtet haben“, sagte Niklas Mohs, der bereits seit neun Jahren als Cheftrainer in Heeßel fungiert. Als weitere Zugänge wurden Marvin Maczuga (23) vom FC Lehrte und Aleksandar Gellert (24) vom TSV Pattensen verpflichtet. Mit Serhat Ediz, Rezzan Bilmez, Sahin Caran und Henrik Franke rücken gleich vier A-Junioren in den Kader der 1. Mannschaft auf. Den Verein verlassen haben Daniel Weiss (VfL Westercelle) und Julian Rackl (SC Uelzen) sowie Fabian Hellberg, Nick Poelmeyer und Christoph Baumann, die alle drei eine studienbedingte Pause einlegen werden. Mit Simon Kirsch verpflichtete der Heeßeler SV auch einen neuen Kotrainer für Armin Peithmann, der eine Pause einlegen will.