Haussegen kommt per Post

Beim traditionellen Aussendegottesdienst Anfang Januar in der St.-Nikolaus-Kirche stehen die Sternsinger im Mittelpunkt. (Foto: privat)

Sternsinger-Aktion findet unter Corona-Bedingungen statt

Burgdorf/Uetze (r/fh). Zum Jahresbeginn hat Pfarrer Franz Kurth beim traditionellen Aussendegottesdienst in der St.-Nikolaus-Kirche in Burgdorf die Mädchen und Jungen gesegnet, die sich als Sternsinger engagieren. Ebenso wie in Uetze werden die Kinder wegen der Corona-Epidemie allerdings nicht persönlich an die Haustüren kommen. Wer ihren Besuch gewünscht hat, bekommt stattdessen um den Dreikönigstag am 6. Januar herum einen Brief.
Er enthält einen Aufkleber mit dem Aufdruck „20*C+M+B+22“. Die Abkürzung steht für den lateinischen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Außerdem ist ein Teelicht beigefügt, mit dem sich Interessierte das Friedenslicht aus Bethlehem in der St.-Nikolaus-Kirche in Burgdorf oder in der St.-Matthias-Kirche in Uetze abholen können. Bisher hatten die Sternsinger dieses Licht immer dabei und gaben es an die Besuchten weiter.
Zusätzlich sind in dem Briefumschlag Informationen zur Spendenaktion der Sternsinger enthalten. Unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ steht diesmal die Gesundheitsversorgung in Afrika im Mittelpunkt. Dort sterben täglich Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie stellen zusätzlich eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar.
Laut Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat jedes Kind ein Recht auf Gesundheit. Die Sternsinger-Partner setzen sich dafür mit vielfältigen Programmen weltweit ein. Beim Dreikönigssingen 2022 wird dieses Engagement beispielhaft an Projekten in den Ländern Ägypten, Ghana und dem Südsudan veranschaulicht, in denen die Gesundheitssituation von Kindern dank des Einsatzes der Sternsinger verbessert werden kann.
Seit 1959 bringen Mädchen und Jungen in katholischen Gemeinden rund um den Dreikönigstag den Segen zu den Häusern und sammeln Spenden. Getragen wird die Aktion vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Anfang 2021 hatten die Sternsinger aus 8.000 Pfarrgemeinden trotz der Corona-Situation rund 38 Millionen Euro gesammelt. Die Mittel fließen in Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.