Haiou Zhang zelebrierte Weltklassik am Klavier

Der chinesische Weltklassepianist Haiou Zhang gastierte zu einer Liszt-Gala im Burgdorfer Schloss. (Foto: Georg Bosse)

Galakonzert zum 200. Geburtstag von Franz Liszt im Burgdorfer Schloss

BURGDORF (gb). Am vergangenen Samstag, 22. Oktober, jährte sich der Geburtstag des Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt (1811-1886) zum 200. Mal. Zu diesem Anlass konnte der Burgdorfer Kulturverein Scena einen Tag später den herausragenden chinesischen Pianisten Haiou Zhang für eine Liszt-Gala im Ratssaal des hiesigen Schlosses am Spittaplatz gewinnen.
Franz „Ferencz“ Liszt stammt aus dem Ort Raiding im einstigen ungarischen Kronland des Kaisertums Österreich. Er war ein ungarischer Patriot, der kein Wort Ungarisch sprach, von seinen Eltern auf Deutsch erzogen wurde, sich aber allzeit im Französischen am wohlsten fühlte. Liszt war ein Multitalent und ein Tastenmeister, der schon mal auf offener Bühne einen Flügel zertrümmerte. So weit kam es im Burgdorfer Schloss allerdings nicht.
In letzter Zeit erregt der Pianist Haiou Zhang große Aufmerksamkeit auf internationalen Konzertbühnen. Begonnen hat sein kometenhafter Aufstieg 2005/2006 beim Braunschweig Classix Festival. In der Saison 2007/2008 gastierte der heute 25-Jährige unter anderem in der Philharmonie Berlin und im NDR-Funkhaus Hannover.
In Burgdorf begeisterte Haiou Zhang gut 150 Musikfreunde mit der Liszt`schen Weltklassik am Klavier. Darunter beispielsweise die „Funérailles“ (1849) sowie die zweite von ursprünglich 19 „Ungarischen Rhapsodien“. „Einer, der alles kann, muss nichts mehr beweisen. Haiou Zhang ist bereits im Olymp zu Hause“, so die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ).