"Güterzüge sind weiterhin laut"

Bei der Zugzählung dokumentieren die ehrenamtlichen Helfer ihre Messwerte. Auch die Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch (hinten) hat sich vor Ort über die Aktion informiert. (Foto: privat)

Otzer Bürgerinitiative stellt Ergebnisse ihrer Zählaktion vor

Otze (r/fh). Die Bürgerinitiative Otze Schiene (BIOS) hat ihre Zugzählung vom September ausgewertet. Obwohl seit Dezember 2020 der Betrieb von lauten Güterwagen in Deutschland grundsätzlich verboten ist und die Wagons zusehends auf sogenannte Flüsterbremsen umgerüstet werden sollen, seien die Züge nicht leiser geworden, so das Fazit. Innerhalb von 24 Stunden haben die Ehrenamtlichen insgesamt 212 Züge gezählt, darunter 141 Güterzüge sowie 71 S-Bahnen und andere Personenzüge. Der durchschnittliche Lärmpegel betrug 90,2 Dezibel und lag damit sogar höher als vor einem Jahr mit 89,0 Dezibel. Der Höchstwert lag bei 106,6 Dezibel.
Die Schranke war innerhalb der 24 Stunden insgesamt 5:36 Stunden geschlossen, was in etwa dem Wert von 2020 entspricht. Während der Zählaktion haben 1832 Autos, 368 Fahrräder und 224 Fußgänger den Bahnübergang gequert. Insgesamt wurden somit 2424 Querungen erfasst. Im vergangenen Jahr waren es 2764. Bei den Fußgängern war der Unterschied prozentual am größten: 2020 hatte die BIOS 348 Fußgänger gezählt, in diesem Jahr nur 224. Als möglichen Grund nennen die Ehrenamtlichen die massiven Fahrplanänderungen wegen der Baustelle am Bahnhof Karl-Wiechert-Allee in Hannover, weshalb sich die Zahl der Fahrgäste reduziert haben könnte.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.bios-otze.de.