Grundstücksverkauf verzögert sich

Region hat noch nicht über die Zukunft des alten FTZ-Geländes am Marris-Mühlen-Weg entschieden

Burgdorf (r/fh). Seit zehn Jahren steht die alte Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) am Marris-Mühlen-Weg leer - und noch immer ist nicht entschieden, wie es mit dem Gelände weitergeht. Die Region Hannover als Grundstückseigentümerin hat angekündigt, dass dort bezahlbarer Wohnraum entstehen solle. An diesem Ziel halte sie weiterhin fest und strebe den Verkauf des Areals so zeitnah wie möglich an, teilt sie jetzt auf Anfrage des Marktspiegels mit. Wegen der Corona-Epidemie sei es aber zu Verzögerungen gekommen, sodass ein Vertragsabschluss gegebenenfalls erst 2021 möglich sei.
Zuletzt war Ende 2018 Bewegung in die Sache gekommen. Damals hatte die Region darüber informiert, dass sie sich in Verhandlungen befinde und das Grundstück Anfang 2019 an ein Unternehmen verkaufen wolle, das dort Wohnungen errichten werde. Dagegen hatte unter anderem die Führer-Gruppe protestiert, die das benachbarte Seniorenwohnheim Helenenhof betreibt und ebenfalls Interesse an dem Grundstück bekundete. Daraufhin forderten die beiden Burgdorfer Regionsabgeordneten Oliver Brandt (CDU) und Rudolf Alker (SPD) mehr Transparenz bei der Vergabe des Grundstücks.
Die Regionsverwaltung lenkte ein und stellte ein öffentliches Bieterverfahren in Aussicht, wie es ursprünglich schon einmal angestrebt worden war. Doch nicht einmal ein Jahr später vollzog sie eine erneute Kehrtwende: Im Oktober 2019 antwortete sie auf eine Anfrage des Marktspiegels, dass die öffentliche Ausschreibung wiederum zurückgestellt sei und auch andere Vergabewege geprüft würden.
Das sei noch nicht abgeschlossen, heißt es jetzt auf Nachfrage. Die Verwaltung habe begonnen, unterschiedliche Umsetzungsvarianten zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf vergaberechtliche Maßgaben und die Einwirkungsmöglichkeiten der Region auf die jeweilige Grundstücksnutzung. Doch wegen der Corona-Epidemie sei der Prozess ins Stocken geraten. Weil Kapazitäten und Aufgaben verwaltungsintern neu organisiert worden seien, habe sich die weitere Bearbeitung seit März verzögert.
Es sei deshalb noch nicht entschieden, ob es ein Bieterverfahren geben werde. "Eine abschließende Festlegung, wie die angestrebte Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum auf dem Grundstück umgesetzt werden soll, steht aktuell noch aus", so Regionssprecherin Tanja Schulz. Es sei auch noch offen, ob die Region das Grundstück an einen Investor verkaufe oder es in Eigenregie entwickele.