Grüne ziehen in zwei Ortsräte ein

Sitzverteilung im Ortsrat Ramlingen-Ehlershausen.
 
Sitzverteilung im Ortsrat Otze.

SPD verliert in Otze und Ramlingen-Ehlershausen Stimmen

Burgdorf (fh). Bei der Kommunalwahl haben die Bürger in Ramlingen-Ehlershausen, Otze und Schillerslage nicht nur ihre Stimmen für den Stadtrat abgegeben, sondern auch neue Ortsräte gewählt. Während die Sitzverteilung in Schillerslage gleich bleibt, gibt es in Ramlingen-Ehlershausen und Otze große Veränderungen. In beiden Ortsteilen musste die SPD deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Erstmals sind dort auch die Grünen angetreten und haben sich jeweils einen Sitz gesichert. Außerdem hat in Otze die neu gegründete Wählergemeinschaft UWO den Sprung in den Ortsrat geschafft und in Ramlingen-Ehlershausen sicherte sich ein parteiloser Einzelvertreter einen Sitz.

Ramlingen-Ehlershausen

In Ramlingen-Ehlershausen hat sich die CDU mit 32,4 Prozent an die Spitze gesetzt. Die SPD hat im Vergleich zur Kommunalwahl vor fünf Jahren deutlich Stimmen eingebüßt. Damals kam sie mit Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig als Spitzenkandidaten noch auf 51,8 Prozent. Jetzt landete sie mit 30,3 Prozent auf dem zweiten Platz. Damit halbiert sich die Zahl ihrer Sitze im Ortsrat von vier auf zwei. Auch die CDU erhält zwei Sitze. Thomas Dreeskornfeld von der FDP hat sein Mandat verteidigt. Außerdem sind erstmals die Grünen mit einem Sitz vertreten und der parteilose Einzelbewerber Wolfram Nolte schaffte ebenfalls gleich bei seiner ersten Kandidatur den Sprung in den Ortsrat. Nach der CDU-Spitzenkandidatin Katrin Thies, die auf 692 Stimmen kam, erreichte er mit 664 Stimmen sogar das zweitbeste persönliche Ergebnis. Wer neuer Ortsbürgermeister oder neue Ortsbürgermeisterin wird, hängt davon ab, wem es gelingt eine Mehrheit zu organisieren.
So setzt sich der Ortsrat Ramlingen-Ehlershausen künftig zusammen: Torsten Carl (SPD), Sven Voigt (SPD), Katrin Thies (CDU), Gunther Meyer-Baron (CDU), Julia Albrecht (Grüne), Thomas Dreeskornfeld (FDP), Wolfram Nolte (parteilos).

Otze

Auch in Otze musste die SPD herbe Verluste hinnehmen. Sie stürzte von 38,4 Prozent bei der Kommunalwahl 2016 auf jetzt 18,7 Prozent ab. Damit stellt sie künftig statt bisher zwei nur noch einen Vertreter in dem Gremium. Die CDU bleibt mit 47,9 Prozent zwar unangefochten stärkste Kraft. Vor fünf Jahren hatte sie allerdings noch 51,2 Prozent der Stimmen erhalten und diese leichten Verluste kosten sie einen Sitz im Ortsrat. Statt bisher drei stellt sie nun nur noch zwei Vertreter. Dafür haben sich die Grünen und die neu gegründeten Unabhängigen Wähler Otze (UWO) jeweils einen Sitz gesichert. Das mit Abstand beste persönliche Ergebnis verbucht Ortsbürgermeister Andreas Meyer mit 590 Stimmen. Um sich im Amt bestätigen zu lassen, braucht er aber die Unterstützung mindestens einer weiteren Partei oder Wählergemeinschaft.
So setzt sich der Ortsrat Otze künftig zusammen: Andreas Meyer (CDU), Gustav Adolf Buchholz (CDU), Niklas Peisker (SPD), Stephan Kanthak (Grüne), Otto Raguse (UWO).

Schillerslage

In Schillerslage ist die CDU mit 45,1 Prozent an der Wählergemeinschaft WGS Freie Burgdorfer vorbeigezogen, die auf 39,8 Prozent kommt. Bei der Kommunalwahl 2016 hatte noch die WGS mit 44,5 Prozent die Nase vorn gehabt. Die FDP hat sich von 13,2 vor fünf Jahren auf 15,1 Prozent leicht verbessert.
An der Sitzverteilung im Ortsrat ändert sich dadurch aber nichts. CDU und WGS stellen weiterhin jeweils zwei Vertreter, die FDP hat wie bisher ein Mandat. Das hat sich eigentlich Mario Gawlik gesichert, der mit 77 Stimmen direkt gewählt wurde. Er will aber auf seinen Sitz verzichten, sodass stattdessen seine Ehefrau Silke Gawlik nachrückt, die auf dem ersten Listenplatz für die FDP kandidiert hatte. Mario Gawlik will sich auf sein Mandat im Stadtrat konzentrieren.
Demnach setzt sich der Ortsrat Schillerslage in Zukunft wie folgt zusammen: Cord Reißer (CDU), Carolin Wietfeldt (CDU), Heinrich Bührke (WGS Freie Burgdorfer), Katharina Scharringhausen (WGS Freie Burgdorfer), Silke Gawlik (FDP).