Grüne kandidieren für Ortsräte

Treten für die Grünen bei der Ortsratswahl in Ramlingen-Ehlershausen an: Anke Hennigs (von links), Julia Albrecht und Malte Müller. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)

Partei stellt Listen für Ramlingen-Ehlershausen und Otze auf / Wahlprogramm beschlossen

Burgdorf (r/fh). Zum ersten Mal in ihrer über 40-jährigen Geschichte treten die Burgdorfer Grünen im September auch bei zwei Ortsratswahlen an: In Otze schickt die Partei Stephan Kanthak in Rennen. Er ist 36 Jahre alt und arbeitet als Lehrer. Und in Ramlingen-Ehlershausen kandidieren Julia Albrecht (37 Jahre, Wirtschaftspsychologin), Malte Müller (20 Jahre, Student) und Anke Hennigs (36 Jahre, Coach). Nachdem Dieter Rohles seine Kandidatur zurückgezogen hat, kandidiert Julia Albrecht außerdem auf Platz 14 für den Stadtrat.
Bei einer Versammlung im Juni haben die Mitglieder des Burgdorfer Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen alle Kandidaten einstimmig bestätigt. "Ich freue mich, dass wir Grüne in Burgdorf unter den vielen neuen Mitgliedern vor allem auch junge Menschen und viele Frauen gewinnen konnten, die sich zukünftig aktiv in die Kommunalpolitik einbringen wollen", sagt die Vorsitzende des Ortsverbandes Maria Leykum.
Zudem haben die Grünen auf der Mitgliederversammlung auch das Zehn-Punkte-Programm für die Kommunalwahlen beschlossen. "Wir stehen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung, bei der wir die Menschen mit guten Argumenten überzeugen und mitnehmen wollen", sagt Jens Palandt, Co-Vorsitzender der Burgdorfer Grünen und Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hannover-Land I. Die Partei wolle sich dafür einsetzen, dass Burgdorf sich zusammen mit anderen Städten und Regionen auf den Weg mache, bereits 2030 eine klimaneutrale Kommune zu werden. "Nur so werden wir unserer Verantwortung gerecht und leisten einen Beitrag für Generationengerechtigkeit, nämlich dass auch unsere Kinder und Kindeskinder noch eine lebenswerte Umwelt vorfinden“ führt der aus. Um die nötigen Weichenstellungen aufzuzeigen, solle ein Klimaschutz-Aktionsprogramm erarbeitet werden.
Die Grünen setzen des Weiteren einen Fokus auf die Entwicklung von Burgdorfs Innenstadt. "Dazu gehört auch ein neu ausgerichtetes, modernes Mobilitätskonzept für Burgdorfs Innenstadt, bei dem Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrenden zukünftig Vorrang vor dem Auto eingeräumt werden wird", sagt Simone Heller, Spitzenkandidatin der Grünen für die Kommunalwahl im September. So werde insbesondere die Verkehrsberuhigung auf der Marktstraße angestrebt, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.
Weitere Themenschwerpunkte des Wahlprogramms sind Bauen und Wohnen, Haushalt und moderne Verwaltung, wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Kultur und Sport, Natur und Landwirtschaft sowie Teilhabe und Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit. In einem rund einjährigen Arbeitsprozess hat der Burgdorfer Grünen-Arbeitskreis „Nachhaltige Stadtentwicklung“ einen Wahlprogramm-Entwurf vorgelegt, der zuletzt in fünf Klausuren unter Beteiligung der gesamten Mitgliedschaft weiterentwickelt und nun von der Mitgliederversammlung beschlossen wurde.