Großstadt mit Meerblick

Rund um die beiden ältesten Hafenbecken wurde 2009 das moderne Quartier „Havenwelten“ eröffnet. (Foto: privat)

VVV-Ü50-Club lädt zum Foto-Vortrag über Bremerhaven ein

Burgdorf (r/fh). Bei einem Foto-Vortrag wird Jürgen Böttcher über die Entstehung und Entwicklung seiner Heimatstadt Bremerhaven berichten und das mit Erzählungen eigener Kindheitserlebnisse verbinden. Zu der Veranstaltung lädt der VVV-Ü50-Club für aktive (Un)Ruheständler ein. Sie beginnt am Dienstag, 29. März, um 17 Uhr im DRK Aktiv-Treff, Wilhelmstraße 1b. Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862.
Zu Beginn des 19. Jahrhundert suchte die Freie Hansestadt Bremen einen Hafen direkt am Meer und kaufte dem Königreich Hannover deshalb ein Stück Land ab, das rund 60 Kilometer weiter nördlich an der Mündung der Weser lag. Dort wurde 1827 Bremerhaven gegründet. Bald wurde die Stadt zum Ausgangspunkt für die größte europäische Auswanderungswelle auf dem Meeresweg, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. Insgesamt stachen dort rund sieben Millionen Emigranten in See, die letzten von ihnen bestiegen 1974 das Passagierschiff „Britanis“.
Gleich nach der Gründung Bremerhavens legte der holländische Wasserbauingenieur Johannes Jakob van Ronzelen dort im Auftrag des Bremer Bürgermeisters ein erstes künstliches Hafenbecken an — den Alten Hafen, der heute als Museumshafen dient. Bereits rund 20 Jahre später wurde unter seiner Regie von 1847 bis 1852 der Neue Hafen gebaut. Und im Laufe der Jahrzehnte folgten immer weitere Hafenbecken, unter anderem in den 1970er Jahren ein Container-Terminal und ein Auto-Terminal.
2009 wurden rund um die beiden ältesten Becken die „Havenwelten“ eröffnet - ein neues maritimes Zentrum mit einer Mischung aus Tourismus, Kultur, Freizeit, Wohnen, Handel und Gewerbe. Das heute fast 114.000 Einwohner umfassende Bremerhaven hat sich zur einzigen Großstadt an der Nordsee entwickelt.