Großer Schritt für Aue Süd

Die Stadt bringt jetzt die Änderung des Bebauungsplans für das Quartier Aue Süd auf den Weg. (Foto: Acribo/bearbeitet)

Zustimmung im Verwaltungsausschuss: Stadt gibt Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan in Auftrag

BURGDORF (fh). Das Projekt Aue Süd hat die erste Hürde genommen: Die Burgdorfer Kommunalpolitiker haben im nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss Mitte Dezember mehrheitlich beschlossen, dass die Verwaltung den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan für das Gelände am Ostlandring entsprechend ändern soll. Dadurch will die Stadt die rechtliche Grundlage schaffen, damit der Investor Acribo dort großflächige Einzelhandelsbetriebe, Dienstleister und Wohnungen ansiedeln kann. Außerdem hält sich die Stadt die Option offen, im Kreuzungsbereich Uetzer Straße / Ostlandring später einen Kreisel einzurichten.
Gleichzeitig soll auch der Flächennutzungsplan für das Grundstück an der Uetzer Straße geändert werden, auf dem sich zur Zeit das E-Center Cramer befindet. Der Supermarkt will in das neue Quartier Aue Süd umziehen. An dem bisherigen Standort will die Stadt jetzt die Voraussetzungen für den Bau von Wohnungen schaffen. Mit der Ausarbeitung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans beauftragt die Stadt das Planungsbüro Lauterbach. Die Kosten dafür übernimmt Acribo.
Die Erstellung des Bebauungsplan könnte etwas ein Jahr in Anspruch nehmen. Aber schon bevor es soweit ist, will Acribo einige der leer stehenden Gebäude, wie das frühere B&K-Autohaus und die Reithalle abreißen. Das hannoversche Unternehmen will rund 30 Millionen Euro in die Umgestaltung des Quartiers am Ostlandring investieren. Es soll künftig aus drei unterschiedlichen Bereichen bestehen. Im See-Quartier an der Westseite sollen Ein- bis Vierzimmerwohnungen entstehen. Im Hof-Quartier sind eine Kindertagesstätte, Arztpraxen, eine Apotheke, ein Café und betreutes Wohnen vorgesehen.
Der dritte Bereich – das Handelsquartier im Norden der Fläche – soll die Geschäftsflächen beherbergen: Die bereits dort angesiedelten Händler Aldi, Deichmann und das Dänische Bettenlager erhalten Neubauten, die zum Teil deutlich größer sind als die bisherigen Verkaufsflächen. Außerdem will Cramer mit dem E-Center von der Uetzer Straße in das neue Quartier umziehen. Den Textildiscounter Takko schließt Acribo bei den Planungen hingegen aus.