Gestorben wird immer, darüber gesprochen zu wenig

Der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze lädt am 14. Oktober zum „Tag der offenen Tür“ ein. (Foto: Ambulanter Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde)

„Tag der offenen Tür“ im Ambulanten Hospizdienst am 14. Oktober

BURGDORF (r/jk). „Gestorben wird immer, darüber gesprochen zu wenig.“ Mit diesem Motto macht der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) auf den diesjährigen Deutschen Hospiztag und die Arbeit im Hospizbereich aufmerksam. Um der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, über die Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer mit haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Hospizarbeit ins Gespräch zu kommen, veranstaltet der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze am Dienstag, 14. Oktober, von 16.00 bis 18.00 Uhr im Haus der Diakonie Burgdorf, Schillerslager Str. 9, einen „Tag der offenen Tür“.
„Hospiz heißt, dass Sterben zum Leben gehört“, so Koordinatorin Manuela Fenske-Mouanga. „Schwerstkranken und sterbenden Menschen diese letzte Zeit ihres Lebens so würdig wie möglich zu gestalten, dafür sind wir seit 24 Jahren da. Diese Erfahrungen wollen wir an diesem Tag gerne allen Interessierten weitergeben.“ Besucher können sich in dieser Zeit über die ambulante Hospizarbeit und die Angebote des Dienstes allgemein oder zu besonderen Fragen persönlich informieren und beraten lassen. Was brauchen Menschen in Ihrer letzten Lebensphase? Was können wir für sie tun? Wo gibt es Unterstützung? Für diese und weitere Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes an diesem Nachmittag zur Verfügung.
In der aktuellen Diskussion in Deutschland über ein Verbot gewerblicher, organisierter Formen der Beihilfe zum Suizid oder die ärztliche Beihilfe zum Suizid wird deutlich, dass es die Angst vor dem Alleinsein ist, die Angst, anderen zur Last fallen und die Angst vor dem Verlust der Würde, die dazu führen, dass Menschen den Wunsch nach vorzeitiger Beendigung des Lebens äußern. Mit seiner Arbeit begegnet der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze diesen Ängsten ganz praktisch, indem er für die Betroffenen und ihre Angehörigen da ist. Denn: „Am Ende zählt der Mensch“, so Manuela Fenske-Mouanga.