Gesellschaftliche Teilhabe durch Mobilität

Dr. Hans-Hendrik Cölle, Vorsitzender des DRK Burgdorf, Peer Maßmann (BSK), Tolga Otkun (RegioBus), Hans-Christoph Brehmer (Region), Thomas Borrmann (Stadt Burgdorf) und Burgdorfs RegioBus-Betriebsleiter Rüdiger Hagen (v. li.) haben für das erste Mobilitätstraining in der Auestadt ihre Kräfte gebündelt. (Foto: Georg Bosse)

Mit der RegioBus angst- und stressfrei mobil sein

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Am Donnerstag, 24. Mai, von 14.00 bis 18.00 Uhr, führt die RegioBus erstmalig in Burgdorf ein kostenloses Training für mobilitätseingeschränkte Menschen durch. Zu diesem Zweck stehen am Trainingstag zwei Busse des Unternehmens am ZOB Burgdorf (Bahnhof/Ecke Raiffeisenstraße) zur Verfügung. Ausgestattet mit manuellen Rampen und neuester Niederflurtechnik.
Die Veranstaltung ist eine Premiere für Burgdorf und richtet sich an alle Rollstuhlfahrer, Personen mit Rollatoren und auch Kinderwagen sowie an Sehbehinderte und/oder schlichtweg Menschen, die sich bislang nicht getraut haben, mit dem Bus zu fahren. „Das RegioBus-Training hilft Ängste und Barrieren abzubauen und trägt darüber hinaus dem demografischen Faktor Rechnung. Denn für Mobilitätseingeschränkte sollte im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch unabhängige Beweglichkeit gewährleistet sein“, erklärte Tolga Otkun, Leiter der Unternehmenskommunikation, das Angebot in einem Pressegespräch im Burgdorfer Rathaus IV.
Nach den guten Erfahrungen beim Aktionsauftakt in Barsinghausen hoffen die Veranstalter auf großes Interesse der Betroffenen nicht nur in Burgdorf, sondern auch bei den Mobilitätseingeschränkten aus dem gesamten Verbreitungsgebiet des MARKTSPIEGEL. In enger Kooperation mit der Region Hannover, der Stadt Burgdorf sowie dem örtlichen Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter Hannover und Umgebung (BSK) wurde ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. „Der BSK ist mit einem Übungs-Parcours für Rollstühle und Rollatoren vor Ort und gibt zudem Tipps zur Einstellung der individuellen Hilfsmittel. Ziel ist die gesellschaftliche Teilhabe durch Mobilität“, so BSK-Vorsitzender Peer Maßmann. Geschulte Mitarbeiter der RegioBus stehen mit Rat und Tat zu Seite, damit die Teilnehmer ohne Zeitdruck und Stress das Ein- bzw. Aussteigen sowie das richtige Verhalten in und am Fahrzeug üben können. Und freiwillige Helfer des DRK Burgdorf bieten neben einer geschützten Sitzgelegenheit im Zelt auch Kaffee und Kuchen an. „Dieses Training ist neben dem barrierefreien Aus- und Umbau von Haltestellen eine wichtige Grundlage und Voraussetzung für Mobilität, an der alle partizipieren“, betonte der Regions-Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Hans Christoph Brehmer.
Für Interessierte an diesem Mobilitätstraining hat die RegioBus einen Informations-Flyer mit Anmeldekärtchen herausgegeben. Sie werden in den Bussen, im Burgdorfer Bürgerbüro (Spittaplatz), bei den örtlichen Wohlfahrtsverbänden, am Pflegestützpunkt, im Seniorenratsbüro (Rathaus I) sowie in den kirchlichen und pflegerischen Einrichtungen der Stadt erhältlich sein. Unter www.regiobus.de kann der Flyer auch heruntergeladen werden. Anmeldungen zum Mobilitätstraining werden bis Dienstag, 22. Mai, an Thomas Borrmann von der Sozialabteilung der Stadt Burgdorf im Rathaus III erbeten.