Geschicklichkeit und Treffsicherheit waren beim Otzer Mehrkampf gefragt

Michael Reh von der Burgdorfer Schützengesellschaft schaffte mit 43 von 50 möglichen Ringen ein gutes Ergebnis beim Bogenschießen. (Foto: Holger Staab)
 
Treffsicherheit und ein wenig Glück gehörte auch für Anna-Lena Holstein beim Vogelstechen dazu. (Foto: Holger Staab)

Mehrkampf beim Schützenverein Otzenia Otze war wieder ein großer Erfolg

OTZE (hs). Über 100 Teilnehmer, trockenes Wetter, gute Leistungen und viel Spaß. Der Schützenverein Otzenia Otze veranstaltete am vergangenen Wochenende wieder seinen traditionellen Mehrkampf und viele Otzer Bürger, Schützen, aber auch der Sportverein und Teilnehmer aus allen Altersstufen, nahmen daran teil. Die Einzelgewinner Reinhard Reh bei den Männern und Birte Mollenhauer bei den Frauen konnten am Ende des Tages Pokale entgegennehmen. Insgesamt wieder eine gelungene Veranstaltung.
Ein Mehrkampf im Schützenlager hört sich ungewöhnlich an, denn im Schützenhaus ist doch nur das Schießen mit dem Luftgewehr und der Luftpistole auf eine Entfernung von 10 Meter möglich. Aber der Schützenplatz und die Halle der Grundschule Otze boten weitere Möglichkeiten für Wettkampfformen. Otzenia führt den Wettbewerb bereits seit mehr als 20 Jahren durch und schon ab Freitag wurde aufgebaut, organisiert und mitgearbeitet. Der eigentliche Kampf um die Pokale begann dann am Sonntag um 10 Uhr.
Es gab Mannschafts- und Einzelwertungen in vier Altersstufen. Für die Erwachsenen Teilnehmer war ein Zehnkampf, bestehend aus den Disziplinen Gewehr, Pistole, Bogenschießen, Minigolf, Speerwerfen, Blasrohr, Ringewerfen und Vogelstechen ausgeschrieben. Gewertet wurde nach Ringzahlen. Das Besondere ist, jeder Teilnehmer kann einen Joker setzen. Und damit die Schützen keinen Vorteil haben, sind die Disziplinen Gewehr und Pistole ausgeschlossen für den Joker. Die Wertung bei der Disziplin mit dem Joker, wird doppelt gewertet. Die Kinder traten bei einem Fünfkampf gegeneinander an: Minigolf, Darts, Kugelrollen, Blasrohr und Ringewerfen.
„Es macht immer Spaß hier in Otze“, meinte Michael Reh, „es ist etwas Anderes und es sind auch Teilnehmer dabei, die nichts mit Schießen zu tun haben.“ Das wurde auch auf den Teilnehmerlisten deutlich, denn der Sportverein, das DRK oder auch befreundete Vereine nahmen teil. Und es ist nicht nur die Treffsicherheit gefragt, sondern auch viel Geschicklichkeit und auch ein wenig Glück.
In diesem Jahr konnte der Wettbewerb Armbrustschießen leider nicht ins Programm aufgenommen werden und so musste ersatzweise mit dem Bogen geschossen. „Leider wurde bei uns im Schützenheim eingebrochen und die Utensilien entwendet. Zum Glück wurden Armbrust und andere Dinge in einem Feld wiedergefunden, aber defekt. Jetzt müssen erst Reparaturen durchgeführt werden, damit alles wieder funktioniert“, berichtete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Dralle. Dralle hatte am Wettkampftag seinen 65. Geburtstag, stand aber beim Bogenschießen mit Rat und Tat zur Seite und hatte so manchen Scherz auf den Lippen: „Die Indianer treffen nur, weil die Büffel eben größer sind als die Scheiben!“
Am frühen Abend standen dann die Pokalgewinner fest. Bei den Teams konnte sich die Burgdorfer Schützengesellschaft durchsetzen und als Einzelgewinner Reinhard Reh. Das DRK, Ortsverein Otze gewann bei Frauenmannschaften. Beste Einzelteilnehmerin hier wurde Birte Mollenhauer. Die Wertung bei der Jugend gewann Marvin Simon und als Mannschaft waren die „Europareisenden“ siegreich. Bei den Kinderteams gewannen die „Delphine“. Mian Meyer sicherte sich den Pokal in der Einzelwertung.