Geschichtsträchtige Burgdorfer Gebäude haben originelle Hintergrundgeschichten

Das Haus Paysen auf dem Kleinen Brückendamm 37 in den 1930er-Jahren. (Foto: VVV)
 
Der Hof Raupers in Otze (Burgdorfer Straße 33) um das Jahr 1900. (Foto: VVV)

Neue Ausstellung in der KulturWerkStadt: „Burgdorfer Häuser und Geschichten“

BURGDORF (r/jk). An welchen Standorten sind in Burgdorf geschichtsträchtige Gebäude mit originellen Hintergrundgeschichten zu entdecken? Die neue Ausstellung „Burgdorfer Häuser und Geschichten“, die vom 25. August bis 14. Oktober in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu sehen ist, gibt darauf wieder Antworten. Der VVV und die Stadt Burgdorf präsentieren in diesem Jahr die sechste Folge dieser Ausstellungsreihe seit 1992. Ihr Leitgedanke ist es, die Geschichte ausgewählter Burgdorfer Häuser lebendig nachzuzeichnen und das Augenmerk auf das reichhaltige Erbe städtischer Baukultur zu richten.
Alle Gebäude und Anwesen bieten einen Querschnitt durch die Baugeschichte der Stadt und ihrer Ortschaften. Neben Hintergrundberichten und Abbildungen der architektonischen Zeitzeugen aus alter und neuer Zeit sind Erinnerungsstücke, die eine Beziehung zu den Gebäuden oder ihren Bewohnern haben, zu sehen. Die Ausstellung regt dazu an, mit offenen Augen durch die Stadt und ihre Ortschaften zu gehen und gut erhaltene Häuser der Vergangenheit neu zu entdecken. Als Ausstellungsführer erscheint eine Broschüre, die in der KulturWerkStadt und bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, ab dem 25. August für eine Schutzgebühr von 3 Euro erhältlich ist.
Bürgermeister Alfred Baxmann eröffnet die Ausstellung am Sonnabend, 25. August, um 11.00 Uhr in der KulturWerkStadt. Im Anschluss gibt es eine Gesprächsrunde mit Emmy Raupers, Gerd Mulsow und Cord-Heinrich Schweer. Sie sprechen mit Moderatorin Christel Hoffmann-Pilgrim über die lange Tradition der von ihnen bewohnten Anwesen und deren zeithistorisches Umfeld.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen folgende 14 Gebäude und erzählenswerte Geschichten über ihre ehemaligen Bewohner: Schlossstraße 4 (heute Amtsgericht), Marktstraße 8 (Haus Mulsow), Marktstraße 24 (Haus des Handwerks), Hannoversche Neustadt 42 (Stadtwappen), Schmiedestraße 25 (Haus König), Kleiner Brückendamm 37 (Haus Paysen), Burgdorfer Straße 31-35 (Hof Raupers, Otze), Schillerslager Straße 4, Zollstraße 3 (Gasthof Münstermann, Schillerslage), Hauptstraße 7 (Hof Stille, Sorgensen), Worthstraße 36 (Gasthaus ohne Bahnhof, Otze), Vor den Höfen 24 (Hof Schweer, Hülptingsen), Freiengericht 12 (Hof Riechelmanns, Otze) und Salzstraße 6 (Gasthaus Hüsing, Dachtmissen).
Die Schau flankiert ein umfangreiches Beiprogramm, das bereits am 2. Ausstellungstag beginnt. Am Sonntag, 26. August, laden die Ausstellungsmacher Christel Hoffmann-Pilgrim, Eckhard Leiser, Gero von Oettingen, Helmut Treichel und Anke Gehrke zu einer stadtgeschichtlichen Radtour ein, die sich den „Burgdorfer Häusern und Geschichten“ der am Vortag beginnenden Schau zuwendet. Treffpunkt der rund dreistündigen Fahrradexkursion ist um 14.00 Uhr am Wicken-Thies-Brunnen auf dem Spittaplatz. Die Mitglieder des Ausstellungsteams geben abwechselnd an den jeweiligen Standorten der historischen Gebäude einen kurzen Abriss ihrer baulichen Entwicklung und des Schicksals ihrer Bewohner. Teilnehmerkarten sind ab sofort bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, erhältlich.
Die KulturWerkStadt ist sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ansprechpartner für Gruppenführungen, die auch wochentags stattfinden können, ist VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 -1862).