Gesamtkonzept für Ortsdurchfahrt

Anstatt einer Fahrbahnsanierung wünscht sich der Ortsrat einen Komplettausbau der Ramlinger Straße in Ehlershausen. (Foto: Patricia Habenicht)

Sanierung der Ramlinger Straße in Ehlershausen: Region ist bereit, auch den Fußweg auf der Südseite auszubauen und verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen

EHLERSHAUSEN (fh). Im Haushaltsentwurf der Region Hannover für 2020 sind 400.000 Euro vorgesehen, um die Fahrbahn auf der Ramlinger Straße in Ehlershausen zu erneuern. Doch bei den Politikern im Ortsrat des Doppeldorfes stößt das auf wenig Gegenliebe. "Das erscheint nicht zielführend in Anbetracht dessen, dass auch der Fußweg ausgebaut und Bäume nachgepflanzt werden sollen", argumentierte Matthias Paul von der SPD.
Seine Fraktion hat in den Ortsrat deshalb einen Eilantrag eingebracht, den die Politiker mit einer Ergänzung einstimmig beschlossen haben: Sie wünschen sich, dass der Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn entfernt und durch einen kombinierten Rad- und Fußweg ersetzt wird. Wenn das nicht umsetzbar sein sollte, fordern sie zumindest den Ausbau des Fußweges auf der Südseite der Ramlinger Straße. Außerdem soll die Region verkehrsberuhigende Maßnahmen prüfen und Bäume nachpflanzen.
Und wie stehen die Chancen, dass die Wünsche des Ortsrates in Erfüllung gehen? Die Stadtverwaltung hatte vor der Sitzung bei der Region nachgefragt, sodass der Erste Stadtrat Michael Kugel den Politikern schon eine Rückmeldung geben konnte: Die Region Hannover sei bereit, den Fußweg auf der südlichen Seite der Ramlinger Straße auf eigene Kosten auszubauen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Burgdorf anschließend die Baulust übernimmt, also beispielsweise die Unterhaltung, den Winterdienst und die Verkehrssicherungspflicht. Ein Hinderungsgrund ist das nicht - denn dafür hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung bereits grünes Licht gegeben.
Bei einem kompletten Ausbau der Straße will die Region auch verkehrsberuhigende Maßnahme prüfen: In welcher Form (Kreisel, Fahrbahnteiler oder anderes) solle im Verlauf der Planung und je nach Platzbedarf abgestimmt werden. Ebenso wie eine Nachbepflanzung von Bäumen. In einem Punkt zeigt sich die Region bisher aber unnachgiebig: Sie will weiterhin an einem Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn festhalten.
Schon jetzt steht außerdem fest: Anders als die Fahrbahnerneuerung ist ein solcher Komplettausbau 2020 nicht mehr möglich. Die Arbeiten werden sich dann voraussichtlich noch um etwa zwei Jahre verschieben.