Gemeinschaftswerk mit Yoko Ono

Die Burgdorfer Künstlerin Susanne Schumacher hat sie Ausstellungseröffnung im Museum der bildenden Künste in Leipzig besucht. (Foto: privat)

Ein Objekt der Burgdorfer Künstlerin Susanne Schumacher ist in der Ausstellung "Peace is Power" in Leipzig zu sehen

BURGDORF/LEIPZIG (r/fh). Das ist eine große Anerkennung für die Burgdorfer Künstlerin Susanne Schumacher: Die berühmte New Yorkerin Yoko Ono hat einen von ihr eingereichten Entwurf für die Ausstellung "Peace is Power" ausgewählt. Zusammen mit vielen anderen Objekten ist im Museum der bildenden Künste (MdBK) Leipzig jetzt auch ein kleiner Globus in einem Wasserglas zu sehen - als gemeinsames Werk von Yoko Ono und Susanne Schumacher.
Die 86-jährige Konzeptkünstlerin Yoko Ono, Witwe des Beatles-Sängers John Lennon, hat ihre umfangreiche Werkschau in Leipzig um ein "Water Event" ergänzt, bei dem die Zusammenarbeit mit anderen Kreativen im Vordergrund steht. Dafür hat sie im Vorfeld alle in Deutschland lebenden Künstler eingeladen, sich zu beteiligen. Das Konzept dahinter: Die Teilnehmer sollten ein Gefäß und eine kurze Beschreibung dazu einreichen und damit ihren Beitrag zu dem jeweiligen Kunstobjekt leisten. Yoko Ono wollte es dann vervollständigen, indem sie es mit Wasser füllt.
Diese Idee ist nicht ganz neu: Bereits 1971 hatte Yoko Ono für die Ausstellung „This Is Not Here“ im Everson Museum of Art zu einem "Water Event" aufgerufen. Etwa 120 befreundete Künstler hatten damals Gefäße oder Gefäß-Ideen eingereicht - von der Milchflasche, Plastiktüte und Wasserdestillationsanlage über Salz, Eiswürfel, Schallplatte und Videoband bis hin zur eigenen Person und gar dem ganzen Museum.
An dem neuerlichen Aufruf für die Ausstellung in Leipzig hat sich jetzt auch Susanne Schumacher beteiligt. Ihre Objektidee nennt die Burgdorferin "Save the World" und beschreibt sie wie folgt: "Wasser ist Leben – es bedeutet Unschuld, wird dem kindlichen Vertrauen zugeordnet – der Fluss des Lebens. Der Thematische Fokus bei dieser Aktion einer Weltkugel im Glas, auf Wasser schwebend zeigt die Verletzlichkeit in unserer heutigen konsumorientierten und klimageplagten Welt, in der wir alle uns der Verantwortung bewusst werden sollten auf unsere Welt aufzupassen, Ozeane und Klima zu schützen, denn Peace ist Power."
Insgesamt haben 300 Künstler Objektideen für das "Water Event" eingereicht, von denen 93 ausgewählt wurden. Darunter auch der Entwurft von Susanne Schumacher. Die Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig kann noch bis zum 7. Juli besichtigt werden.