Gegen häusliche Gewalt

Setzen ein Zeichen gegen häusliche Gewalt: Die Marktleiterin des E-Center Wesertsraße Astrid Kroß (von links), ihre Stellvertreterin Andrea Wöhler, die SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch, Philipp Hennerkes von Edeka, die Burgdorfer Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape, die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann, Fabian Fräulin von der Geschäftsführungd der Wilhelm Cramer Gmbh, der Burgdorfer Bürgermeister Armin Pollehn und Bettina Stolt von Edeka Minden-Hannover. (Foto: Edeka Minden-Hannover/Christian Schwier)

Sozialministerin informiert sich im E-Center Cramer über Plakat-Aktion

Burgdorf (r/fh). Die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann hat sich kürzlich im E-Center Cramer an der Weserstraße in Burgdorf über die Aktion "Stärker als Gewalt" informiert. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Bundesfamilienministeriums gegen häusliche Gewalt, an der sich viele Märkte der Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover beteiligen. Sie soll Betroffenen Hilfe bieten - gerade jetzt während der Corona-Epidemie, wo die Menschen wegen Home-Office sowie Kontakt- und Veranstaltungsbeschränkungen viel Zeit zu Hause verbringen.
Dafür wurden in den Supermärkten Plakate mit dem Slogan "Zu Hause nicht sicher?" aufgehängt, auf denen die Internetadresse www.stärker-als-gewalt.de und Telefonnummern angegeben sind. Auch auf Kassenbons und in Werbeprospekten wird darauf hingewiesen, ebenso mit Stickern auf den Verpackungen ausgewählter Eigenmarkenartikel wie beispielsweise H-Milch, Obst und Gemüse sowie Hygieneprodukte.
Sozialministerin Reimann appellierte bei ihrem Besuch an alle Bürger, nicht wegzuhören, wenn sich die Situation in einer Nachbarwohnung zuspitze. „Bieten Sie Hilfe an oder rufen Sie die Polizei. Eine aufmerksame, engagierte Nachbarschaft kann dazu beitragen, Gewalt zu verhindern", so Reimann. Denn die coronabedingte Isolation, Sorgen um den Arbeitsplatz oder finanzielle Probleme könnten rasch zu einer angespannten Situation führen, die sich vielfach in Gewalt gegenüber Frauen und Kindern entlade.
Das Hilfetelefon 08000-116016 ist rund um die Uhr erreichbar und bietet Beratung in 17 Sprachen an, die Internetadresse informiert über weitere Hilfsangebote. Und auch in der Region gibt es Unterstützung: Die AWO-Frauenberatung im Ostkreis bietet ab sofort auch wieder persönliche Gespräche an. Weitere Infos gibt es unter Telefon (05132) 823434.