Gas kommt ab Januar aus Sehnde

Das Schieberkreuz ist für die Umlenkung verantwortlich und wird nach den Umbauarbeiten unter der Erde verschwunden sein.

Ilten wird zum Jahresende ins Netz der EVS eingebunden

VON DANA NOLL

ILTEN/SEHNDE. Bislang bekamen die Iltener ihr Gas von den Stadtwerken Lehrte.
„Das ist traditionell so gewachsen. Doch der Konzessionsvertrag lief vor etwa vier Jahren aus und wurde neu ausgeschrieben“, erklärt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.
Den Zuschlag bekam die Energieversorgung Sehnde GmbH (EVS). Ab 1. Januar 2019 wird nun die EVS die Gasversorgung für Ilten übernehmen. Den technischen Betrieb übernimmt ab dann die Netzpächterin der EVS, die Avacon AG.
Im Zuge der technischen Übernahme sind Umbauarbeiten nötig, die derzeit bereits auf Hochtouren laufen. An der Messstation „Sülterberg“, östlich von Ilten, wurde nun ein Schieberkreuz in das Netz der EVS eingebunden. Hierbei handelt es sich um ein Konstrukt, bestehend aus Ventilen und Leitungen, welches das Gas umlenken soll. Mit einem Druck von 25 Bar wird das aus Sehnde kommende Gas dann in der Gasdruckregelmessstation runtergeregelt und strömt dann mit vermindertem Druck in das Iltener Netz.
In den gesamtem Umbau der technischen Anlagen werden 580.000 Euro investiert.
„Eine gute Investition in die Zukunft der Gasnetze“, so Torsten Ahl, Geschäftsführer der EVS. Auch Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke ist erfreut, „dass nun der letzte Sehnder Ortsteil ans hiesige Netz angeschlossen wird.“
Für die etwa 5.200 Iltener Einwohner sowie die JVA Sehnde, die Kaliwerke und das Klinikum Wahrendorff, die bislang ebenfalls in das Iltener Netz eingebunden waren, ändert sich durch die technische Umstellung nichts. Das gilt sowohl für die Zeit der Umbauarbeiten - die bereits seit Anfang Juli laufen und noch bis Ende November andauern – als auch für die vertragliche Übernahme zum 1. Januar 2019.