Für Verkehrssicherheit und Wohnraum

Sinja Münzberg tritt für die Burgdorfer Grünen bei der Bürgermeisterwahl an. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)

Die Burgdorfer Grünen nominieren Sinja Münzberg als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai

BURGDORF (fh). Sechs Kandidaten haben sich bisher für die Bürgermeisterwahl in Stellung gebracht - nun bewirbt sich auch eine Kandidatin um das Amt. Die Burgdorfer Grünen schicken Sinja Münzberg ins Rennen: Die Mitglieder des Ortsverbandes haben die 34-Jährige bei ihrer jüngsten Versammlung einstimmig gewählt. "Wir haben viele Ideen für die Stadt und wollen Impulse setzen", begründet Münzberg ihre Kandidatur. Sie betont, dass Bürgermeister Alfred Baxmann gute Arbeit geleistet habe. "Er hinterlässt eine schöne Stadt, einige Bereiche sind aber auch verbesserungswürdig", so die 34-Jährige.
Das gelte ganz besonders für die Verkehrspolitik. Ihr Ziel sei es, die Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer in Burgdorf zu verbessern und sicherer zu machen. Wie wichtig das sei, zeigten die Unfälle der vergangenen Monate. "Die Schulwegverbindungen gehören deshalb auf den Prüfstand", so Münzberg. Sie wolle nicht erst dann reagieren, wenn sich ein Unfall ereignete und dann nach möglichen Ursachen suchen, sondern bereits präventiv Gefahrenstellen ausfindig machen und beseitigen. Und noch ein weiteres verkehrspolitisches Thema sei ihr wichtig: "Ich will die Diskussion um eine Fußgängerzone auf der Marktstraße weiter vorantreiben", kündigt Münzberg an.
Außerdem will sie sich ganz besonders im Bereich Wohnen engagieren. "Ziel muss es sein, dass alle Menschen in Burgdorf eine passende Wohnung finden - unabhängig davon, ob sie eine preiswerte, eine barrierefreie oder eine kleine Wohnung suchen", sagt sie. Dabei wolle sie sich auch für diejenigen einsetzen, die zwar die Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen übersteigen, aber trotzdem auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. "Das klafft eine Lücke: Es entstehen im Moment kaum neue Wohnungen mit Mietpreisen von 7 bis 9 Euro pro Quadratmeter". bemängelt sie. Daran wolle sie arbeiten.
Aber nicht nur der Bau neuer Wohnungen liege ihr am Herzen - auch die bestehenden Quartiere dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. "In einigen Gegenden wie beispielsweise an der Retschystraße in der Südstadt ist seit Jahren nichts passiert", kritisiert sie. Es sei ihr wichtig, diese Bereiche wieder aufzuwerten. "Dabei kann aber nicht die Stadt ein Konzept überstülpen. Stattdessen will ich die Bewohner einbinden und fragen, welchen Bedarf sie sehen", so Münzberg. Denkbar seien beispielsweise Freizeitangebote, Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten oder ein Quartiersmanagement als Ansprechpartner vor Ort.
Mit diesen Themen hat sich Münzberg bereits in anderen Kontexten ausgiebig befasst. Seit 2017 ist sie Abgeordnete in der Regionsversammlung. Dort hat sie den Posten der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden übernommen und ist außerdem Sprecherin für Soziales und Wohnungsbau. Und auch beruflich beschäftigt sie dieses Thema: Sie arbeitet als Referentin für Soziales, Gesundheit und Wohnen bei der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen."Ich freue mich, dass wir mit Sinja Münzberg eine erfahrene Kandidatin mit vielen Ideen für Burgdorf ins Rennen schicken", sagt Fabian Heller, Sprecher der Burgdorfer Grünen.
Münzberg ist in Burgdorf aufgewachsen und lebt nach einigen Jahren in Hannover jetzt wieder mit ihrem Partner und zwei Kindern in der Burgdorfer Weststadt. In der Kommunalpolitik ist sie seit 2011 aktiv, zunächst im Stadtbezirksrat Hannover Mitte. 2016 wurde sie dann in den Stadtrat Burgdorf gewählt, hat ihr Mandat dort aber ein Jahr später abgegeben, als sie in die Regionsversammlung nachgerückt ist.