Freiwillige Ortswehr Burgdorf demonstrierte Leistungsbereitschaft

Demonstration einer außer „Rand und B(r)and“ geratenen Fritteuse: Auch erfahrene Feuerwehrkräfte können sich einem Brandherd nur mit großer Vorsicht nähern. (Foto: Georg Bosse)

Die verschiedenen Aufgaben des Feuerwehrwesens wurden anschaulich dargestellt

BURGDORF (gb). Die Freiwilligen Feuerwehren in den Kommunen Burgdorf und Uetze sind ehrenamtliche Hilfsorganisationen, die sich das Retten, Löschen und Bergen von Menschen und Sachwerten auf ihre blaurote Fahne geschrieben haben. Brände, (Verkehrs-)Unfälle, Naturkatastrophen und/oder die Verhinderung von Umweltschäden können Auslöser für Feuerwehreinsätze sein. Dabei nehmen die Alarmierungen zu den so genannten „Technischen Hilfeleistungen“ ständig zu. Um einer breiteren Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit der Kameradinnen und Kameraden zu demonstrieren, hatte die Ortswehr Burgdorf am vergangenen Samstag zu einem Tag der offenen Feuerwache-Türen und Fahrzeug-Hallentore eingeladen.
So konnten die zahlreichen großen und kleinen Besucher „hautnah“ miterleben, wie die Feuerwehren Personen aus einem verunfallten Fahrzeug mittels hydraulischer Schere und Spreizer bergen. Oder wie eine in Brand geratene Fritteuse außer „Rand und Band“ geraten kann, wenn, anstatt die Flammen mit einer Decke zu ersticken, Wasser benutzt wird.
Für die unterschiedlichsten Schadenereignisse müssen den Einsatzkräften entsprechende Gerätschaften und schützende Arbeitskleidung zur Verfügung stehen. Zu einer Präsentation der verschiedenen Schutzkleidungen schickte „Conférencier“ Björn Schaprian Kameraden auf den „Cat Walk“, die den Zuschauern zum Beispiel die Ausrüstung der Burgdorfer Feuerwehrtaucher, Atemschutzgeräte oder den Hitzeschutzanzug, der Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius widerstehen kann, vorführten.
Eine unterhaltsame Vorführung war der Auftritt des Historischen Löschzugs Burgdorf. Nachdem eine kurz zuvor errichtete, kleine Holzkate in Flammen stand, rückten die „Historischen“, allerdings „erfolglos“, zur Brandbekämpfung aus. So, wie es wohl Anfang des vorigen Jahrhunderts geschehen sein könnte. „Das Häuschen konnten wir leider nicht löschen, aber der Keller steht unter Wasser“, meldete Zugführer Helmut Laue dem Publikum und Burgdorfs Ortsbrandmeister Peter Twesten. Zur musikalischen Unterhaltung trug anschließend auch ein Platzkonzert des Feuermusikzuges Burgdorf/Hänigsen bei.