Freie Plätze in den Gesprächskreisen Trauernde und verwaiste Eltern

Advents- und Weihnachtszeit kann auch die schwerste Zeit im Jahr sein

BURGDORF (jk). Für manche Menschen ist die Advents- und Weihnachtszeit die schwerste Zeit im Jahr. Wie geht man mit einem Fest um, das so viel mit Neuanfang und Leben zu tun hat, während in einem selber Schmerz, Wut und Verzweiflung herrschen? Statt Vorfreude auf ein schönes Familienfest bedeutet diese Zeit für diejenigen, die um einen nahen Angehörigen trauern, eine große Belastung, oft auch noch nach Jahren.
Der Tod eines nahestehenden Menschen bringt für Trauernde häufig besondere Veränderungen und Beschwernisse mit sich, angefangen vom emotionalen Schmerz bis hin zu Fragen der praktischen Alltagsbewältigung. Gerade in der momentanen Jahreszeit fragen sich Betroffene, wie sie etwas von dem Licht, der Wärme und der Liebe dieses Festes spüren sollen, wo sie doch einen so schweren Verlust erlitten haben.
Nach einem Trauerfall zeigt sich oft, dass das eigene Umfeld die Situation nicht adäquat auffangen kann. Es kann schwierig werden, nach dem Verlust wieder in den Lebensalltag zurückzufinden, während die Menschen aus der persönlichen Umgebung recht bald erwarten, dass die trauernde Person möglichst schnell wieder „funktioniert“. Handelt es sich bei dem Verstorbenen noch dazu um ein Kind, führen Schmerz und Verzweiflung oft an die Grenze des Erträglichen.
Der ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze ist seit Jahren in der Begleitung und Beratung von Menschen in Trauersituationen tätig. Mit seinen Angeboten in Form von Einzelberatung und den Gesprächskreisen für Betroffene soll den Auswirkungen von sozialer und emotionaler Einsamkeit entgegengewirkt werden.
Das Angebot der Gesprächskreise zum Thema Trauer umfasst die Gruppen für „Trauernde“ und „Verwaiste Eltern“. Beide Gesprächskreise nehmen gezielt die besondere Situation der Teilnehmenden in den Blick. Trauer erhält noch einmal eine besondere Dimension, wenn es sich um den Tod von Kindern handelt. Dies kann auch den Verlust eines ungeborenen Kindes betreffen. Fragen, wie „Wer sagt mir, ob meine Gedanken und Gefühle normal sind?“, „Wie finde ich Zugang zu der Trauer der Geschwisterkinder?“ oder „Wie kann ich lernen, mit dem schmerzlichen Verlust zu leben und ihn als Teil meines Lebens anzunehmen?“ können in einer vertrauensvollen Atmosphäre im geschützten Raum thematisiert werden.
Der Austausch mit Gleichbetroffenen ermöglicht es, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und zu erleben, dass man nicht alleine ist. Im Gespräch miteinander können persönliche Erfahrungen ausgetauscht und als wertvolle Anregung oder Orientierung in den eigenen Lebensalltag mitgenommen werden. Beide Gruppen werden von erfahrenen Fachkräften geleitet.
Ab sofort gibt es in beiden Gruppen wieder freie Plätze. Die Gesprächskreise sind für jeden offen, unabhängig von Konfession und Wohnort, die Teilnahme ist kostenlos.
Informationen und Anmeldungen gibt es beim Ambulanten Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze unter Tel. 05136/897311 oder unter hospizdienst.burgdorf@evlka.de.