Frauen tauschen sich aus

Sketch statt Vortrag: Doris Zander (von links), Monika Reißer, Petra Pape, Eva Hoffmann, Mary Behm, Heike Grützner und Annette Wiede vom Arbeitskreis „Frauen in Burgdorf“ haben beim Empfang im Stadthaus einen lockeren Einstieg ins Thema ermöglicht. (Foto: privat)

Gleichstellungsbeauftragte aus der Region Hannover bringen die Teilnehmerinnen beim Empfang im Stadthaus miteinander ins Gespräch

BURGDORF/REGION (r/fh). Auch in vielen kommunalen Verwaltungen und der Lokalpolitik sind Frauen meist deutlich in der Minderheit. Im Stadthaus Burgdorf hat sich vergangene Woche zur Abwechslung mal ein ganz anderes Bild geboten: Rund 250 Frauen aus Politik, Verwaltung und Vereinen sind dort zu einem Empfang der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region zusammengekommen. Ziel war es, die Begegnung zwischen Frauen unterschiedlicher Generationen zu fördern und sich bei allen Unterschieden auf gemeinsame Anliegen zu besinnen.
Begrüßt wurden sie von der stellvertretenden Burgdorfer Bürgermeisterin, Simone Heller, der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover Petra Mundt und von der Burgdorfer Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape, die sich in ihrem Grußwort noch einmal ausdrücklich bei ihrem Arbeitskreis „Frauen in Burgdorf“ für das 20-jährige Engagement und die Unterstützung in Sachen Frauenrechte bedankte.
Danach führte zur Überraschung der Gäste ein lebhafter Sketch ins Thema des Abends „Feminismus im Wandel - Generationen im Gespräch“ ein. Die junge Moderatorin Xenia Keller forderte die Gäste zu einem Dialog miteinander auf und dazu, sich über Erfahrungen und Themen auszutauschen, was bei einigen Frauen zu Irritationen führte, die einen Vortrag erwartet hatten.
Während die ältere Generation nach wie vor eher auf Arbeitskreise und Netzwerktreffen setzt, diskutieren die Jüngeren eher in Internetforen oder treffen sich zu offenen Workshop-Wochenenden ohne klar festgelegte Tagesordnung. Doch bei Demos zu internationalen Themen wie der Gewalt gegen Frauen und der Forderung nach gleichem Lohn würden alle wieder zusammenfinden.