Forderung nach 20-Minuten-Takt

Der Regionsabgeordnete Oliver Brandt setzt sich für drei S-Bahnen pro Stunde ein

Burgdorf (fh). In diesem und im nächsten Jahr werden die Bahnsteige in Aligse, Otze und Ehlershausen verlängert, damit auf den Linien S6 und S7 zwischen Hannover und Celle ab Ende 2022 Drei-Wagen-Züge eingesetzt werden können. Auf diese Weise sollen die Fahrgastkapazitäten erhöht werden. Trotzdem setzt sich der Burgdorfer CDU-Regionsabgeordnete Oliver Brandt weiterhin auch für eine engere Taktung ein. Er wünscht sich, dass die Züge statt bisher zweimal, künftig dreimal je Richtung verkehren, mithin alle 20 Minuten.
Aktuell ist das nicht möglich, weil die Knotenpunkte in Hannover und im Bereich Lehrte die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht haben. Doch im Laufe der nächsten zehn Jahre wird im Hauptbahnhof Hannover ein zusätzliches Gleis gebaut und die Technik erneuert, was zur Entspannung der Lage beitragen könnte. Der Bunde stellt dafür rund 180 Millionen Euro zur Verfügung.
Das sieht Brandt als Chance, wieder die Forderung nach einer Taktverdichtung ins Spiel zu bringen. "Nur wenn wir mehr und verbesserte Verkehrsanbindungen nach Hannover schaffen, wird die Verkehrswende attraktiv", so der CDU-Politiker, der Vorsitzender des Regionsverkehrsausschusses ist. Auf seine Anfrage hin weist die Regionsverwaltung darauf hin, dass bisher nicht nur in Hannover, sondern auch in Lehrte ein Engpass bestehe. Auch dort müsste die Bahninfrastruktur deshalb vermutlich ausgebaut werden, damit auf der Strecke künftig drei Züge pro Stunde fahren können.
Die Regionsverwaltung betont aber auch, dass sie dieses Ziel weiterhin verfolge."Diese Position hat die Region Hannover in der Vergangenheit an unterschiedlichen Stellen eingebracht. Damit hier zwischen der Region Hannover und den unterschiedlichen Entscheidungsträgern keine Missverständnisse entstehen, wird die Verwaltung die Entscheidungsträger bei Bund, Land und Bahn erneut anschreiben, um diese Position zu verdeutlichen", heißt es in der Mitteilung.