Feuerwehren im Dauereinsatz

Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste versperrten vielerorts die Straßen und hielten die Feuerwehren in Atem. Unter anderem war der Schwarze Berg in Otze betroffen. (Foto: Feuerwehr Burgdorf)
 
In Dollbergen deckte Sturm Ylenia einen kompletten Giebel ab. (Foto: Feuerwehr Uetze)

Wegen des Sturms stürzen in Burgdorf und Uetze viele Bäume auf Straßen

Burgdorf/Uetze (fh). Sturm „Ylenia“ hat die Freiwilligen Feuerwehren in Burgdorf und Uetze in Atem gehalten, weil vielerorts Bäume auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen stürzten. Verletzte gab es bei den Einsätzen nicht. Für die Nacht von Freitag auf Samstag ist ein weiteres Sturmtief angekündigt, weshalb sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erneut auf wenig Schlaf einstellen.
In Burgdorf ist die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 1.30 Uhr zum ersten Mal ausgerückt, weil ein Baum auf dem Kleinen Brückendamm die Fahrbahn versperrte. Und rund zehn Minuten später ging schon die nächste Alarmierung ein, weil ein Ast auf der Sorgenser Straße lag. Von da an waren die Feuerwehrleute bis etwa 12.30 Uhr im Dauereinsatz.
Weil am frühen Morgen gleich mehrere Bäume zwischen Schillerslage und Engensen auf die K119 stürzten, übergab die Feuerwehr den Bereich schließlich an die Straßenmeisterei und die Region veranlasste eine Sperrung. Ein weiterer Schwerpunkt war die Ortschaft Ramlingen-Ehlershausen mit neun Einsätzen. Dort stürzten Bäume unter anderem auf die K117 in Richtung Engensen, zweimal auf die K133 in Richtung Nienhagen, auf den Heideweg und zweimal auf den Luchsweg.
Außerdem waren Otze, Dachtmissen und Heeßel betroffen. Insgesamt arbeiteten die Ortsfeuerwehren in Burgdorf 18 Sturm­einsätze ab. Hinzu kam am frühen Morgen kurz nach 5 Uhr eine Alarmierung wegen einer Brandmeldeanlage an der Lerchenstraße, die aufgrund von Dampf in der Küche ausgelöst hatte.
Als die Burgdorfer gegen 4.40 Uhr bereits zum sechsten Mal gerufen wurden, ging in Uetze die erste Alarmierung ein. Im Bereich Dahrenhorst waren drei Bäume auf die Bundesstraße 188 gestürzt. Einer von ihnen hatte ein Auto getroffen. Der Fahrer blieb aber unverletzt und konnte selbständig aussteigen.
Von da an hatten auch die Uetzer Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun. Während sich die Lage in Burgdorf nachmittags beruhigte, waren die Ehrenamtlichen in Uetze noch bis 17 Uhr gefordert. Insgesamt mussten sie zwölfmal ausrücken. So stürzten beispielsweise auf der Landesstraße zwischen Hänigsen und Wathlingen gleich mehrere Bäume um. „Dort wurde die Straße gesperrt und an die zuständige Straßenmeisterei übergeben“, teilt Feuerwehrsprecher Uwe Richter mit.
Als die Ortsfeuerwehr Dollbergen auf dem Weg zu einem Einsatz an der Landesstraße 387 war, hob bei einem Auto vor ihnen der Anhänger ab und landete mit den Rädern nach oben auf der Straße. Die Feuerwehrleute leisteten Hilfe, verletzt wurde niemand.
Am frühen Nachmittag stürzte in Dollbergen dann der Giebel eines alten Fachwerkhauses ein. Dort waren die Ortsfeuerwehr Dollbergen sowie Fachberater des technischen Hilfswerk im Einsatz. „Da konnten wir aber nicht viel machen. Die Schäden muss ein Dachdecker beheben“, sagt Richter. Bei den übrigen acht Einsätzen quer durch alle Uetzer Ortschaften mussten umgestürzte Bäume entfernt werden. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Uetze, Dollbergen, Hänigsen, Katensen und Schwüblingsen.