Feuerwehr Burgdorf und THW proben den Ernstfall

Ein 3000 Liter fassender Faltbehälter diente als Übergabestation. (Foto: Maik Klein (Feuerwehr))

Unwetter ohne Folgen für Burgdorfer Einsatzkräfte

BURGDORF/WEFERLINGSEN (r/jk). Die Feuerwehr Burgdorf und das THW übten am Ortsrand von Weferlingsen das Bekämpfen eines Waldbrandes. Ein anschließend aufziehendes Gewitter verlief ohne Einsätze für die Feuerwehr.
Trotz des lang erwarteten und abkühlenden Regenschauers in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag konnten die freiwilligen Helfer von Feuerwehr und THW in der vergangenen Woche die Walbrandbekämpfung unter realistisch „heißen“ Bedingungen proben. Das fiktive Feuer brach am frühen Mittwochabend im Bereich des Friedhofes in Weferlingsen aus. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius rückten beide Organisationen mit sechs Fahrzeugen und rund 30 Einsatzkräften zur Einsatzstelle ab. Vor Ort galt es, eine Brandausbreitung in die weiten Waldflächen zwischen der Obershagener Straße und dem Rieheweg zu verhindern. Da der Wasservorrat der Tanklöschfahrzeuge nicht lange vorhielt, wurde auch der mit sieben Wasserbehältern ausgestattete Lastwagen des Technischen Hilfswerk zur Unterstützung dazu gerufen.
Die jeweils 1000 Liter Füllmenge der Behälter wurde im Pendelverkehr von einem Unterflurhydranten in der Hinterstraße zu einer so genannten Wasser-Übergabestelle im Wald transportiert. Das THW-Fahrzeug und die ebenfalls im Pendelverkehr eingesetzten Löschfahrzeuge aus Burgdorf beförderten so rund 20.000 Liter Wasser in den 3000 Litern fassenden Faltbehälter, der als Übergabestation diente. Von diesem Behälter wurde kontinuierlich das Löschwasser mit einer Tragkraftspritze (Pumpe) über eine lange Wegstrecke zum Brandort gepumpt. Das Wasser das bei dieser Übung verbraucht wurde, nutzten die freiwilligen Helfer, um die Grünanlagen des Friedhofes zu bewässern. So konnte auch eine notwendige Waldbrandübung dazu genutzt werden, Wasser hilfreich einzusetzen.
Gegen 22.00 Uhr wurde in Burgdorf der sogenannte UVOR (Unwettervoralarm) ausgelöst. Das Lage- und Führungszentrum der Region in Hannover benachrichtigte die Stadt- und Gemeindebrandmeister über ein bevorstehendes Unwetter. Laut dem Deutschen Wetterdienst zog eine 600 Kilometer lange, über das ganze Bundesgebiet reichende, Unwetterfront auch auf Burgdorf zu. Nach Anweisung des Stadtbrandmeisters Ulf Anderson wurde in der Feuerwache Burgdorf die örtliche Einsatzleitung einberufen. Vier Kameraden besetzten die Zentrale der Wache, um eventuell eingehende Einsätze zu koordinieren. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können. Um 23.15 Uhr wurde der UVOR-Fall in Absprache mit der Leitstelle ohne Einsatzgeschehen wieder aufgehoben.