Feuer über dem Parthenon

Die Wohnung über dem griechischen Restaurant "Parthenon" an der Einmündung Marktstraße/Vor dem Celler Tor ist komplett ausgebrannt.

Wohnung im ersten Stock über dem griechischen Restaurant in der Innenstadt brennt komplett aus

BURGDORF (fh). Feuerwehrgroßeinsatz in der Burgdorfer Innenstadt: Am Montagnachmittag ist die Wohnung über dem griechischen Restaurant „Parthenon“ komplett ausgebrannt. Sie ist derzeit nicht bewohnbar. Auch das Restaurant wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf 50.000 Euro.
Ermittlungen der Beamte haben gestern ergeben, dass der Brand fahrlässig verursacht wurde: Ein Siebenjähriger hatte versehentlich eine Kerze umgestoßen. Deren Flammen breiteten sich aus.
Nach Angaben der Polizei befanden sich die Bewohner im Restaurant im Erdgeschoss, als das Feuer ausbrach. Gegen 15.20 Uhr bemerkten sie den Brand. Ein 71 Jahre und ein 62 Jahre alter Mann sowie eine 58 Jahre alte Frau liefen daraufhin in die Wohnung und versuchten erfolglos, die Flammen eigenständig zu löschen. Dabei erlitten sie leichte Rauchgasvergiftungen. Sie wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, mussten jedoch nicht stationär aufgenommen werden. Zwei weitere Bewohner erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort versorgt.
Eine Polizistin war gegen 15.30 Uhr zufällig an dem Restaurant vorbeigekommen, hatte die Flammen bemerkt und die Feuerwehr gerufen. „Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen massiv Flammen aus den Fenstern im ersten Stock“, beschreibt Einsatzleiter Florian Bethmann das Szenario. Dichter, schwarzer Rauch stieg über dem Haus an der Ecke Marktstraße/Vor dem Celler Tor auf. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Bewohner bereits ins Freie begeben.
Aufgrund des Ausmaßes wurde Stadtalarm ausgelöst –die Sirene heulte. Daraufhin rückten die Ortsfeuerwehren Burgdorf, Weferlingsen und Dachtmissen mit insgesamt 64 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen an. Auch die Einsatzleitung Ort (ELO) beteiligte sich, eine Gruppe innerhalb der Feuerwehr, die bei größeren Schadenslagen den Einsatzleiter unterstützt. Außerdem waren drei Rettungswagen, ein Notarztwagen sowie die Polizei vor Ort.
Die Feuerwehr löschte zunächst mit 250 Litern Wasser von außen, auch mithilfe der Drehleiter. Danach drangen Atemschutzgeräteträger ins Innere vor, um die verbleibenden Glutnester aus nächster Nähe zu bekämpfen. Gegen 16.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte dann „Feuer aus“ melden. Während des Einsatzes waren die Straßen Vor dem Celler Tor und Marktstraße in diesem Bereich gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Angesichts des schweißtreibenden Einsatzes bei sommerlichen Temperaturen freute sich Einsatzleiter Florian Bethmann über eine Geste ganz besonders: Anwohner und Passanten hatten kurzerhand mehrere Kartons mit Wassereis besorgt und verteilten es an die erschöpften Einsatzkräfte. „Das ist wirklich toll. So etwas kennen wir sonst nur von den kleineren Dörfern. Im Stadtgebiet ist das wirklich eine Seltenheit“, sagte er mit einem breiten Lächeln und schleckte zufrieden an seinem Orangen-Wassereis.